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AN3.102

10. Das Kapitel über ein Salzklümpchen

10. Loṇakapallavagga

Basis

„Mönche und Nonnen, ein Mönch, der sich der höheren Geistesübung weiht, soll den Geist von Zeit zu Zeit auf drei Basen richten: auf die Basis für Versenkung, die Basis für Anstrengung und die Basis für Gleichmut.

Wenn ein Mönch, der sich der höheren Geistesübung weiht, den Geist einzig auf die Basis für Versenkung richtet, wird sein Geist leicht zu Trägheit neigen.

Wenn er den Geist einzig auf die Basis für Anstrengung richtet, wird sein Geist leicht zu Rastlosigkeit neigen.

Wenn er den Geist einzig auf die Basis für Gleichmut richtet, ist es leicht möglich, dass sein Geist sich nicht richtig im Samādhi versenkt, in dem die Befleckungen aufgelöst werden.

Aber wenn ein Mönch, der sich der höheren Geistesübung weiht, den Geist von Zeit zu Zeit jeweils auf die Basis für Versenkung, die Basis für Anstrengung und die Basis für Gleichmut richtet, wird sein Geist geschmeidig, brauchbar und strahlend. Er ist nicht brüchig und versenkt sich richtig im Samādhi, in dem die Befleckungen aufgelöst werden.

Wie wenn ein Goldschmied oder Goldschmiedelehrling die Esse herrichtet, den Schmelztiegel vorheizt und das Rohgold mit der Zange nimmt und hineinlegt. Von Zeit zu Zeit facht er es an, von Zeit zu Zeit besprengt er es mit Wasser und von Zeit zu Zeit überwacht er es nur. Würde er das Rohgold nur anfachen, würde es leicht anbrennen. Würde er das Rohgold nur mit Wasser besprengen, würde es leicht auskühlen. Würde er das Rohgold nur überwachen, wäre es leicht möglich, dass es nicht richtig verarbeitet würde. Aber wenn der Goldschmied das Rohgold jeweils von Zeit zu Zeit anfacht, mit Wasser besprengt und überwacht, wird es geschmeidig, brauchbar und strahlend, ist nicht brüchig und bereit zur Verarbeitung. Dann gelingt es dem Goldschmied, jedes beliebige Schmuckstück daraus herzustellen, sei es ein Armband, einen Ohrring, ein Halsband oder einen goldenen Kranz.

Ebenso soll ein Mönch, der sich der höheren Geistesübung weiht, den Geist von Zeit zu Zeit auf drei Basen richten: auf die Basis für Versenkung, die Basis für Anstrengung und die Basis für Gleichmut. …

Wenn ein Mönch, der sich der höheren Geistesübung weiht, den Geist von Zeit zu Zeit jeweils auf die Basis für Versenkung, die Basis für Anstrengung und die Basis für Gleichmut richtet, wird sein Geist geschmeidig, brauchbar und strahlend. Er ist nicht brüchig und ist richtig im Samādhi versunken, in dem die Befleckungen aufgelöst werden. Er streckt den Geist aus, um jedes einzelne Ding durch Einsicht zu verwirklichen, das durch Einsicht verwirklicht werden kann; und er ist in der Lage, all diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich doch die vielen Arten übersinnlicher Kraft ausüben könnte‘ …

‚Dass ich doch mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit beide Arten von Tönen hören könnte, himmlische und menschliche, ob fern oder nah‘ … ‚Dass ich mich doch an viele Arten früherer Leben erinnern könnte‘ … ‚Dass ich doch mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen sehen könnte, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden‘ … ‚Dass ich doch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangen könnte, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennen und darin leben könnte‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).