Die Ausgangsfrage
„Welches Problem untersucht die Lehre des Buddha?“
Für jetzt abgeschlossen
Am Anfang steht keine Technik, sondern eine Frage: Warum trägt Erfahrung — auch angenehme — einen Zug von Unzulänglichkeit? Diese Stufe klärt das Problem (dukkha), die Grundunterscheidung heilsam/unheilsam, Handeln und Folgen, die dreifache Zuflucht und die Grosszügigkeit als ersten Schritt.
Leidhaftigkeit dukkha Heilsam und unheilsam kusala / akusala Absicht und Handlung kamma Dreifache Zuflucht tisaraṇa Grosszügigkeit dāna
Was diese Begriffe bedeuten — Stufe 1: Die Ausgangsfrage
- Leidhaftigkeit dukkha
- Dass nichts Erfahrbares wirklich trägt — von körperlichem Schmerz über Unzulänglichkeit und Belastung bis zu der Unruhe, die auch im Angenehmen bleibt.
- Heilsam und unheilsam kusala / akusala
- Die Grundunterscheidung des Handelns: Was zu Wohl und Klarheit führt, ist heilsam (kusala); was Schaden und Verblendung mehrt, ist unheilsam (akusala). Massstab sind Absicht und Folgen, nicht Gebot und Verbot.
- Absicht und Handlung kamma
- Handlung als absichtsvolles Tun (kamma) mit Folgen: Was aus Gier, Hass oder Täuschung getan wird, trägt andere Früchte als das aus deren Abwesenheit Getane. Der Kanon meint damit Absicht, Tat und Wirkung — keine schicksalhafte Buchführung.
- Dreifache Zuflucht tisaraṇa
- Buddha, Dhamma und Saṅgha als Orientierungspunkte des Weges: der Lehrer als Beispiel, die Lehre als Anleitung, die Gemeinschaft der Übenden als Stütze. Zuflucht ist Ausrichtung, kein Glaubensbekenntnis.
- Grosszügigkeit dāna
- Geben als erste Übung des Weges: Es lockert das Festhalten, verbindet mit anderen und bereitet den Geist auf Loslassen vor. In den Stufenreden des Buddha steht dāna vor Ethik und Meditation.