← AN

AN3.23

3. Das Kapitel über Personen

3. Puggalavagga

Willensbildung

„Mönche und Nonnen, diese drei Personen findet man in der Welt. Welche drei?

Da bildet eine gewisse Person einen verletzenden Willen mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Aufgrund dieser Willensbildung wird sie in einer verletzenden Welt wiedergeboren, wo sie verletzende Kontakte treffen. Von verletzenden Kontakten getroffen, erlebt sie verletzende Gefühle, die ausschließlich schmerzhaft sind – wie die Wesen in der Hölle.

Dann bildet da eine andere Person einen freundlichen Willen mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Aufgrund dieser Willensbildung wird sie in einer freundlichen Welt wiedergeboren, wo sie freundliche Kontakte treffen. Von freundlichen Kontakten getroffen, erlebt sie freundliche Gefühle, die ausschließlich glücklich sind – wie die Götter von allumfassender Schönheit.

Dann bildet da eine andere Person sowohl einen verletzenden als auch einen freundlichen Willen mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Aufgrund dieser Willensbildung wird sie in einer Welt wiedergeboren, die sowohl verletzend als auch freundlich ist, wo sie verletzende und freundliche Kontakte treffen. Von verletzenden und freundlichen Kontakten getroffen, erlebt sie sowohl verletzende als auch freundliche Gefühle, eine Mischung aus Glück und Schmerz – wie Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt.

Das sind die drei Personen, die man in der Welt findet.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).