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AN3.27

3. Das Kapitel über Personen

3. Puggalavagga

Angewidert

„Mönche und Nonnen, diese drei Personen findet man in der Welt. Welche drei? Es gibt eine Person, von der man angewidert sein soll, der man sich nicht anschließen, die man nicht begleiten, der man nicht aufwarten soll. Es gibt eine Person, die man mit Gleichmut betrachten soll, der man sich nicht anschließen, die man nicht begleiten, der man nicht aufwarten soll. Es gibt eine Person, der man sich anschließen, die man begleiten, der man aufwarten soll.

Wer ist die Person, von der man angewidert sein soll, der man sich nicht anschließen soll? Da ist eine Person tugendlos, mit schlechten Eigenschaften, schmutzig, von verdächtigem Verhalten, hinterhältig, sie gibt fälschlich vor, ein Asket zu sein oder ein geistliches Leben zu führen, innerlich verdorben, triefend und verkommen. Von dieser Person soll man angewidert sein, sich ihr nicht anschließen, sie nicht begleiten, ihr nicht aufwarten. Warum ist das so? Wenn man auch nicht ihrem Beispiel folgt, so hat man doch einen schlechten Ruf: ‚Dieses Individuum hat schlechte Freunde, Genossen und Gefährten.‘ Wie eine Schlange, die in einem Misthaufen gelebt hat: Wenn sie auch nicht beißt, wird sie sich doch an einem reiben. Ebenso hat man, wenn man auch nicht dem Beispiel dieser Person folgt, doch einen schlechten Ruf: ‚Dieses Individuum hat schlechte Freunde, Genossen und Gefährten.‘ Deshalb soll man von einer solchen Person angewidert sein, sich ihr nicht anschließen, sie nicht begleiten, ihr nicht aufwarten.

Wer ist die Person, die man mit Gleichmut betrachten soll, der man sich nicht anschließen soll? Da ist eine Person zornig und schlecht gelaunt. Selbst wenn sie nur leicht kritisiert wird, verliert sie die Beherrschung, wird ärgerlich, feindselig und starrköpfig und zeigt Ärger, Hass und Unmut. Wie eine eiternde Wunde: Wenn man mit einem Stock oder Stein darauf drückt, entleert sie noch mehr Eiter. Ebenso ist da eine Person zornig und schlecht gelaunt. … Wie eine Fackel aus Ebenholz: Wenn man mit einem Stock oder Stein dagegen schlägt, knistert und prasselt sie noch mehr. Ebenso ist da eine Person zornig und schlecht gelaunt. … Wie eine Jauchegrube: Wenn man mit einem Stock oder Stein darin rührt, stinkt sie noch mehr. Ebenso ist da eine Person zornig und schlecht gelaunt. Selbst wenn sie nur leicht kritisiert wird, verliert sie die Beherrschung, wird ärgerlich, feindselig und starrköpfig und zeigt Ärger, Hass und Unmut. Diese Person soll man mit Gleichmut betrachten, sich ihr nicht anschließen, sie nicht begleiten, ihr nicht aufwarten. Warum ist das so? Man denkt: ‚Sie könnte mich beschimpfen oder beleidigen oder mir etwas antun.‘ Deshalb soll man diese Person mit Gleichmut betrachten, sich ihr nicht anschließen, sie nicht begleiten, ihr nicht aufwarten.

Wer ist die Person, der man sich anschließen soll? Da ist eine Person tugendhaft, von gutem Charakter. Dieser Person soll man sich anschließen, sie begleiten, ihr aufwarten. Warum ist das so? Wenn man auch nicht ihrem Beispiel folgt, so hat man doch einen guten Ruf: ‚Dieses Individuum hat gute Freunde, Genossen und Gefährten.‘ Deshalb soll man sich dieser Person anschließen, sie begleiten, ihr aufwarten.

Das sind die drei Personen, die man in der Welt findet.

Wer sich einem anschließt, der tiefer steht, geht bergab, doch Zusammenschluss mit einem Gleichen lässt dich nie sinken; folgst du dem Besten, wirst du rasch aufsteigen: Daher schließe dich denen an, die besser sind als du.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).