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AN3.54

6. Das Kapitel mit Brahmanen

6. Brāhmaṇavagga

Ein Wanderer

Da ging ein brahmanischer Wanderer zum Buddha … setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Werter Gotama, man spricht von einer ‚Lehre, die in diesem Leben ersichtlich ist‘. Inwiefern ist die Lehre in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können?“

„Ein gieriger Mensch, von Gier bezwungen und überwältigt, beabsichtigt, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit. Wenn er die Gier aufgegeben hat, beabsichtigt er nicht, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit.

Ein gieriger Mensch tut Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Wenn er die Gier aufgegeben hat, tut er nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Ein gieriger Mensch versteht nicht wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist. Wenn er die Gier aufgegeben hat, versteht er wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist. So ist die Lehre in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.

Ein hasserfüllter Mensch … Ein Mensch, der sich täuscht, von Täuschung bezwungen und überwältigt, beabsichtigt, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, beabsichtigt er nicht, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit.

Ein Mensch, der sich täuscht, tut Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, tut er nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Ein Mensch, der sich täuscht, versteht nicht wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, versteht er wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist. Auch so ist die Lehre in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.“

„Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).