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AN3.92

10. Das Kapitel über ein Salzklümpchen

10. Loṇakapallavagga

Vordringlich

„Mönche und Nonnen, ein Bauer hat drei vordringliche Pflichten. Welche drei? Ein Bauer stellt eilig sicher, dass sein Feld gut gepflügt und bestellt ist. Als Nächstes sät er eilig die Saat zur rechten Zeit. Und er be- und entwässert das Feld eilig zur rechten Zeit. Das sind die drei vordringlichen Pflichten eines Bauern. Dieser Bauer hat keine besondere Macht oder Fähigkeit, um zu sagen: ‚Die Frucht soll heute keimen! Sie soll morgen blühen! Sie soll übermorgen reif sein!‘ Aber es kommt eine Zeit, da die Frucht dieses Bauern mit dem Wechsel der Jahreszeiten keimen, blühen und reif werden wird.

Ebenso hat ein Mönch drei vordringliche Pflichten. Welche drei? Er nimmt die Schulung in höherer Tugend, höherem Geist und höherer Weisheit auf. Das sind die drei vordringlichen Pflichten eines Mönchs. Dieser Mönch hat keine besondere Macht oder Fähigkeit, um zu sagen: ‚Mein Geist soll heute durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit sein! Oder morgen! Oder übermorgen!‘ Aber es kommt eine Zeit – während sich dieser Mönch in höherer Tugend, höherem Geist und höherer Weisheit schult –, da sein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit wird.

Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen glühenden Enthusiasmus dafür haben, die Schulung in höherer Tugend, höherem Geist und höherer Weisheit aufzunehmen.‘ So sollt ihr euch schulen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).