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AN4.178

18. Das Kapitel über Absicht

18. Sañcetaniyavagga

Ein Totwasserpfuhl

„Mönche und Nonnen, diese vier Personen findet man in der Welt. Welche vier?

Da tritt ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit, doch sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man nicht erwarten, dass er das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit verwirklicht. Wie ein Mensch, der mit einer leimverschmierten Hand einen Ast ergriffe: Die Hand würde daran kleben und haften und wäre damit verbunden. Ebenso tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit, doch sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Von eine solchen Mönch würde man nicht erwarten, dass er das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit verwirklicht.

Dann tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit, und sein Geist springt dabei vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man erwarten, dass er das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit verwirklicht. Wie ein Mensch, der mit einer sauberen Hand einen Ast ergriffe: Die Hand würde nicht daran kleben und haften und wäre nicht damit verbunden. Ebenso tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit, und sein Geist springt dabei vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man erwarten, dass er das Aufhören von substanzieller Wirklichkeit verwirklicht.

Dann tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Zerschlagen der Unwissenheit, doch sein Geist springt springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man nicht erwarten, dass er die Unwissenheit zerschlägt. Wie ein Totwasserpfuhl, in dem seit vielen Jahren das Wasser steht, und jemand würde die Zuflüsse verschließen und die Abflüsse öffnen, und der Himmel würde nicht genug Regen fallen lassen: Man würde nicht erwarten, dass dieser Totwasserpfuhl über die Ufer tritt. Ebenso tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Zerschlagen der Unwissenheit, doch sein Geist springt springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man nicht erwarten, dass er die Unwissenheit zerschlägt.

Dann tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Zerschlagen der Unwissenheit, und sein Geist springt springt dabei vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man erwarten, dass er die Unwissenheit zerschlägt. Wie ein Totwasserpfuhl, in dem seit vielen Jahren das Wasser steht, und jemand würde die Zuflüsse öffnen und die Abflüsse verschließen, und der Himmel würde reichlich Regen fallen lassen: Man würde erwarten, dass dieser Totwasserpfuhl über die Ufer tritt. Ebenso tritt da ein Mönch in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin. Er richtet den Geist auf das Zerschlagen der Unwissenheit, und sein Geist springt springt dabei vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Von einem solchen Mönch würde man erwarten, dass er die Unwissenheit zerschlägt.

Das sind die vier Personen, die man in der Welt findet.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).