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AN4.28

3. Das Kapitel in Uruvelā

3. Uruvelavagga

Die edlen Bräuche

„Mönche und Nonnen, vier edle Bräuche sind ursprünglich, lange bestehend, herkömmlich und alt. Sie sind unbefleckt, wie sie von Anfang an waren, sie werden jetzt und in Zukunft nicht befleckt werden. Sie werden von vernünftigen Asketen und Brahmanen nicht verachtet. Welche vier?

Zunächst ist da ein Mönch mit jeder Robe zufrieden und preist diese Zufriedenheit. Er versucht nicht, auf unschickliche Art an eine Robe zu kommen. Er ist nicht aufgebracht, wenn er keine Robe bekommt. Und wenn er eine Robe bekommt, gebraucht er sie ungebunden, nicht betört, nicht anhänglich, er sieht die Nachteile und versteht das Entrinnen. Doch er verherrlicht sich deshalb nicht selbst, noch setzt er andere herab. Von einem Mönch, der darin geschickt, unermüdlich, der Situation bewusst und achtsam ist, heißt es, er hält den alten, ursprünglichen edlen Brauch aufrecht.

Weiterhin ist da ein Mönch mit jedem Almosen zufrieden …

Weiterhin ist da ein Mönch mit jeder Unterkunft zufrieden …

Weiterhin meditiert da ein Mönch gerne und liebt das Meditieren. Er gibt gerne auf und liebt das Aufgeben. Doch er verherrlicht sich deshalb nicht selbst, noch setzt er andere herab. Von einem Mönch, der darin geschickt, unermüdlich, der Situation bewusst und achtsam ist, heißt es, er hält den alten, ursprünglichen edlen Brauch aufrecht.

Diese vier edlen Bräuche sind ursprünglich, lange bestehend, herkömmlich und alt. Sie sind unbefleckt, wie sie von Anfang an waren, sie werden jetzt und in Zukunft nicht befleckt werden. Sie werden von vernünftigen Asketen und Brahmanen nicht verachtet.

Wenn ein Mönch diese vier edlen Bräuche besitzt und im Osten lebt, ist er dem Widerwillen überlegen, und der Widerwille ist nicht ihm überlegen. Wenn er im Westen lebt … Wenn er im Norden lebt … Wenn er im Süden lebt, ist er dem Widerwillen überlegen, und der Widerwille ist nicht ihm überlegen. Warum ist das so? Weil der Bedächtige Widerwillen und Begierde überlegen ist.

Widerwille ist nicht dem Bedächtigen überlegen, denn der Bedächtige wird vom Widerwillen nicht bezwungen. Der Bedächtige ist dem Widerwillen überlegen, denn der Bedächtige bezwingt den Widerwillen.

Wer kann den zurückhalten, der alles vertreibt, der alle Taten weggeworfen hat? Wie ein Anhänger aus Gold vom Rosenapfelfluss: Wer ist würdig, ihn zu tadeln? Selbst die Götter preisen ihn, und auch von Brahmā wird er gepriesen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).