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AN4.53

6. Das Kapitel über überfließendes Verdienst

6. Puññābhisandavagga

Zusammenleben (1)

Einmal war der Buddha unterwegs auf der Straße zwischen Madhurā und Verañjā, und mehrere Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen wanderten auf derselben Straße. Der Buddha ging von der Straße ab und setzte sich an den Fuß eines Baumes, wo die Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen ihn sahen.

Sie gingen zum Buddha, verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihnen:

„Hausbesitzer, es gibt diese vier Arten des Zusammenlebens. Welche vier? Ein Zombiemann lebt mit einer Zombiefrau; ein Zombiemann lebt mit einer Göttin; ein Gott lebt mit einer Zombiefrau; ein Gott lebt mit einer Göttin.

Und wie lebt ein Zombiemann mit einer Zombiefrau? Da tötet der Mann lebende Geschöpfe, stiehlt, begeht sexuelle Verfehlungen, lügt und trinkt Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein. Er ist tugendlos, von schlechtem Charakter, lebt im Haus mit dem Fleck des Geizes im Herzen und beschimpft und beleidigt Asketen und Brahmanen. Und auch die Frau tötet lebende Geschöpfe … ist tugendlos, von schlechtem Charakter … So lebt ein Zombiemann mit einer Zombiefrau.

Und wie lebt ein Zombiemann mit einer Göttin? Da tötet der Mann lebende Geschöpfe … ist tugendlos, von schlechtem Charakter … Doch die Frau tötet keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen, lügt nicht und trinkt keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein. Sie ist tugendhaft, von gutem Charakter, lebt im Haus, hat den Fleck des Geizes entfernt und beschimpft und beleidigt keine Asketen oder Brahmanen. So lebt ein Zombiemann mit einer Göttin.

Und wie lebt ein Gott mit einer Zombiefrau? Da tötet der Mann keine lebenden Geschöpfe … ist tugendhaft, von gutem Charakter … Doch die Frau tötet lebende Geschöpfe … ist tugendlos, von schlechtem Charakter … So lebt ein Gott mit einer Zombiefrau.

Und wie lebt ein Gott mit einer Göttin? Da tötet der Mann keine lebenden Geschöpfe … ist tugendhaft, von gutem Charakter … Und auch die Frau tötet keine lebenden Geschöpfe … ist tugendhaft, von gutem Charakter … So lebt ein Gott mit einer Göttin.

Das sind die vier Arten des Zusammenlebens.

Wenn beide tugendlos sind, knauserig, beleidigend, dann leben Frau und Mann als Zombies zusammen.

Wenn der Mann tugendlos ist, knauserig, beleidigend, doch die Frau ist tugendhaft, freigiebig, ohne Geiz, dann ist sie eine Göttin, die mit einem Zombie als Mann lebt.

Wenn der Mann tugendhaft ist, freigiebig, ohne Geiz, doch die Frau ist tugendlos, knauserig, beleidigend, dann ist sie eine Zombiefrau mit einem Gott als Mann.

Wenn beide vertrauensvoll und freigiebig sind, gezügelt, rechtschaffen lebend, dann sagen Frau und Mann einander freundliche Worte.

Ihre Bedürfnisse werden umfänglich erfüllt, sie leben unbeschwert. Ihre Feinde sind entmutigt, wenn beide in der Tugend gleich sind.

Sie üben hier beide die Lehre nach den gleichen Regeln und Gelübden, dann erfreuen sie sich im Himmel aller Freuden, die sie sich wünschen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).