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AN4.6

1. Das Kapitel bei Warendorf

1. Bhaṇḍagāmavagga

Wenig gelernt

„Mönche und Nonnen, diese vier Personen findet man in der Welt. Welche vier? Jemand hat wenig gelernt und das Gelernte nicht verinnerlicht. Jemand hat wenig gelernt, doch das Gelernte verinnerlicht. Jemand hat viel gelernt, doch das Gelernte nicht verinnerlicht. Jemand hat viel gelernt und das Gelernte verinnerlicht.

Und wie hat eine Person wenig gelernt und das Gelernte nicht verinnerlicht? Da hat eine Person wenig von den Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gesprächen, Strophen, innigen Ausrufen, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen gelernt. Und bei dem Wenigen, das sie gelernt hat, versteht sie weder die Bedeutung noch die Lehre, noch übt sie im Einklang mit der Lehre. So hat eine Person wenig gelernt und das Gelernte nicht verinnerlicht.

Und wie hat eine Person wenig gelernt, doch das Gelernte verinnerlicht? Da hat eine Person wenig von den Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gesprächen, Strophen, innigen Ausrufen, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen gelernt. Doch bei dem Wenigen, das sie gelernt hat, versteht sie die Bedeutung und die Lehre und übt im Einklang mit der Lehre. So hat eine Person wenig gelernt, doch das Gelernte verinnerlicht.

Und wie hat eine Person viel gelernt, doch das Gelernte nicht verinnerlicht? Da hat eine Person viel von den Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gesprächen, Strophen, innigen Ausrufen, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen gelernt. Doch obwohl sie viel gelernt hat, versteht sie weder die Bedeutung noch die Lehre, noch übt sie im Einklang mit der Lehre. So hat eine Person viel gelernt, doch das Gelernte nicht verinnerlicht.

Und wie hat eine Person viel gelernt und das Gelernte verinnerlicht? Da hat eine Person viel von den Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gesprächen, Strophen, innigen Ausrufen, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen gelernt. Und bei dem Vielen, das sie gelernt hat, versteht sie die Bedeutung und die Lehre und übt im Einklang mit der Lehre. So hat eine Person viel gelernt und das Gelernte verinnerlicht.

Das sind die vier Personen, die man in der Welt findet.

Wenn man nicht viel lernt und in der Tugend nicht stetig ist, wird man für beides getadelt, die Tugend und die Gelehrsamkeit.

Wenn man nicht viel lernt, doch in der Tugend stetig ist, wird man für die Tugend gepriesen, da das Lernen erfolgreich war.

Wenn man viel lernt, doch in der Tugend nicht stetig ist, wird man für die Tugend getadelt, da das Lernen nicht erfolgreich war.

Wenn man viel lernt und in der Tugend stetig ist, wird man für beides gepriesen, die Tugend und die Gelehrsamkeit.

Ein weiser Schüler des Buddha, der gelehrt ist und die Lehre im Gedächtnis hat – wie ein Anhänger aus Gold vom Rosenapfelfluss: Wer ist würdig, ihn zu tadeln? Selbst die Götter preisen ihn, und auch von Brahmā wird er gepriesen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).