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AN4.76

8. Das Kapitel über eine sichere Wette

8. Apaṇṇakavagga

In Kusinārā

Einmal hielt sich der Buddha zwischen einem Salbaumpaar in einem Salbaumwald der Maller in Upavattana bei Kusinārā auf, um die Zeit seines vollkommenen Erlöschens. Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Vielleicht hat nur ein einziger Mönch, eine einzige Nonne Zweifel oder Unsicherheit in Bezug auf den Buddha, die Lehre, den Saṅgha, den Pfad oder die Übung. Dann fragt, Mönche und Nonnen! Nicht, dass ihr es später bereut und denkt: ‚Wir befanden uns unter den Augen des Lehrers und konnten dem Buddha keine Frage stellen.‘“ Daraufhin schwiegen die Mönche und Nonnen.

Zum zweiten Mal wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: … Zum zweiten Mal schwiegen sie.

Zum dritten Mal wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: … Zum dritten Mal schwiegen sie.

Da sagte der Buddha zu ihnen:

„Mönche und Nonnen, vielleicht fragt ihr aus Achtung vor dem Lehrer nicht. Dann soll ein Freund es einem Freund sagen.“ Daraufhin schwiegen die Mönche und Nonnen. Da sagte der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha:

„Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich! Ich bin ganz zuversichtlich, dass in diesem Saṅgha nicht ein einziger Mönch, nicht eine einzige Nonne Zweifel oder Unsicherheit in Bezug auf den Buddha, die Lehre, den Saṅgha, den Pfad oder die Übung hat.“

„Ānanda, du sagst das aus Zuversicht heraus. Doch der Klargewordene weiß, dass in diesem Saṅgha nicht ein einziger Mönch, nicht eine einzige Nonne Zweifel oder Unsicherheit in Bezug auf den Buddha, die Lehre, den Saṅgha, den Pfad oder die Übung hat. Selbst der Letzte dieser fünfhundert Mönche und Nonnen ist in den Strom eingetreten, muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und ist für das Erwachen bestimmt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).