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AN5.104

11. Das Kapitel über das unbeschwerte Leben

11. Phāsuvihāravagga

Ein subtiler Asket unter den Asketen

„Mönche und Nonnen, ein Mönch, der fünf Eigenschaften besitzt, ist ein subtiler Asket unter den Asketen.

Welche fünf?

Da gebraucht ein Mönch gewöhnlich Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung nur, wenn er dazu eingeladen wurde, selten ohne Einladung.

Wenn er mit anderen lebt, die ein geistliches Leben führen, wird er von diesen gewöhnlich mit dem Körper, der Sprache und dem Geist freundlich behandelt, selten unfreundlich. Und er bekommt von ihnen gewöhnlich angenehme Dinge, selten unangenehme.

Er ist gesund und die verschiedenen unangenehmen Gefühle, die durch galle-, schleim- und windbedingte Störungen und deren Mischung hervorgerufen werden, kommen gewöhnlich nicht auf; unangenehme Gefühle, die durch Wetterwechsel, durch Unachtsamkeit oder Überanstrengung oder als Ergebnis früherer Taten hervorgerufen werden, kommen gewöhnlich nicht auf.

Er erlangt nach Wunsch, ohne Mühe und Not, die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören.

Und er erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.

Ein Mönch, der diese fünf Eigenschaften besitzt, ist ein subtiler Asket unter den Asketen.

Und wenn irgendjemand zu Recht als ein subtiler Asket unter den Asketen gelten soll, so bin ich es. Denn gewöhnlich gebrauche ich Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung nur, wenn ich dazu eingeladen wurde … Wenn ich mit anderen Mönchen lebe, werde ich von diesen gewöhnlich mit dem Körper, der Sprache und dem Geist freundlich behandelt, selten unfreundlich. Und ich bekomme von ihnen gewöhnlich angenehme Dinge, selten unangenehme. Ich bin gesund … Ich erlange nach Wunsch, ohne Mühe und Not, die vier Vertiefungen. Und ich habe mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, habe sie durch eigene Einsicht erkannt und lebe darin. Daher bin ich ein subtiler Asket unter den Asketen, wenn das für irgendjemanden zu Recht gelten soll.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).