AN5.110
11. Das Kapitel über das unbeschwerte Leben
11. Phāsuvihāravagga
Wildnis
„Mönche und Nonnen, wenn ein Mönch fünf Eigenschaften besitzt, ist er bereit, eine abgelegene Unterkunft in der Wildnis und im Wald aufzusuchen. Welche fünf?
Da ist ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.
Er ist sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, festigt sie, indem er sie aufsagt, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich.
Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt; er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.
Er erlangt nach Wunsch, ohne Mühe und Not, die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören.
Er erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
Wenn ein Mönch diese fünf Eigenschaften besitzt, ist er bereit, eine abgelegene Unterkunft in der Wildnis und im Wald aufzusuchen.“
Wilderness
“Mendicants, when a mendicant has five qualities they’re ready to frequent remote lodgings in the wilderness and the forest. What five?
It’s when a mendicant is ethical, restrained in the monastic code, conducting themselves well and resorting for alms in suitable places. Seeing danger in the slightest fault, they keep the rules they’ve undertaken.
They’re very learned, remembering and keeping what they’ve learned. These teachings are good in the beginning, good in the middle, and good in the end, meaningful and well-phrased, describing a spiritual practice that’s totally full and pure. They are very learned in such teachings, remembering them, reciting them, mentally scrutinizing them, and penetrating them theoretically.
They live with energy roused up. They’re strong, staunchly vigorous, not slacking off when it comes to developing skillful qualities.
They get the four absorptions—blissful meditations in this life that belong to the higher mind—when they want, without trouble or difficulty.
They realize the undefiled freedom of heart and freedom by wisdom in this very life. And they live having realized it with their own insight due to the ending of defilements.
When a mendicant possesses these five qualities they’re ready to frequent remote lodgings in the wilderness and the forest.”
Araññasutta
“Pañcahi, bhikkhave, dhammehi samannāgato bhikkhu alaṁ araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevituṁ. Katamehi pañcahi?
Idha, bhikkhave, bhikkhu sīlavā hoti …pe… samādāya sikkhati sikkhāpadesu;
bahussuto hoti …pe… diṭṭhiyā suppaṭividdhā;
āraddhavīriyo viharati thāmavā daḷhaparakkamo anikkhittadhuro kusalesu dhammesu;
catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī;
āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati.
Imehi kho, bhikkhave, pañcahi dhammehi samannāgato bhikkhu alaṁ araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevitun”ti.