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AN5.114

12. Das Kapitel in Andhakavinda

12. Andhakavindavagga

In Andhakavinda

Einmal hielt sich der Buddha im Land der Magadher in Andhakavinda auf. Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm:

„Ānanda, jene Mönche und Nonnen, die neu im Orden sind, die kürzlich fortgezogen und neu zu dieser Lehre und Schulung gekommen sind, sollte man zu fünf Dingen ermuntern, sie dahin bringen und dort verankern. Zu welchen fünf?

Man sollte sie zu Zügelung in der Ordenssatzung ermuntern, sie dahin bringen und dort verankern: ‚Geehrte, bitte seid tugendhaft. Lebt gezügelt in der Ordenssatzung, verhaltet euch angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Seht die Gefahr im kleinsten Fehler und haltet die Schulungsregeln ein, die ihr aufgenommen habt.‘

Man sollte sie zur Zügelung der Sinne ermuntern, sie dahin bringen und dort verankern: ‚Geehrte, bitte lebt, indem ihr die Tore der Sinne bewacht, seid voller Achtsamkeit wach und auf der Hut, hütet euren Geist und lasst Achtsamkeit euer Herz behüten.‘

Man sollte sie dazu ermuntern, ihre Rede zu begrenzen, sie dahin bringen und dort verankern: ‚Geehrte, bitte redet wenig. Setzt eurem Reden eine Grenze.‘

Man sollte sie zur Klausur ermuntern, sie dahin bringen und dort verankern: ‚Geehrte, bitte lebt in der Wildnis. Sucht eine abgelegene Unterkunft in der Wildnis und im Wald auf.‘

Man sollte sie zum richtigen Blickwinkel ermuntern, sie dahin bringen und dort verankern: ‚Geehrte, bitte nehmt rechte Ansicht an und habt den richtigen Blickwinkel.‘

Jene Mönche und Nonnen, die neu im Orden sind, die kürzlich fortgezogen und neu zu dieser Lehre und Schulung gekommen sind, sollte man zu diesen fünf Dingen ermuntern, sie dahin bringen und dort verankern.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).