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AN5.136

14. Das Kapitel über Könige

14. Rājavagga

Streben (2)

„Mönche und Nonnen, der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs, der fünf Faktoren besitzt, strebt danach, Vizekönig zu werden. Welche fünf?

Da ist der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück.

Er ist ansprechend, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit.

Er ist seinen Eltern lieb und teuer.

Er ist den Streitkräften lieb und teuer.

Er ist klug, fähig und verständig und ist in der Lage, eine Sache in Bezug auf Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart zu bedenken.

Er denkt: ‚Ich bin von guter Geburt … bin ansprechend … bin meinen Eltern lieb und teuer … bin den Streitkräften lieb und teuer … und ich bin klug, fähig und verständig und bin in der Lage, eine Sache in Bezug auf Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart zu bedenken. Warum sollte ich nicht danach streben, Vizekönig zu werden?‘ Der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs, der diese fünf Faktoren besitzt, strebt danach, Vizekönig zu werden.

Ebenso strebt ein Mönch, der fünf Eigenschaften besitzt, nach dem Auflösen der Befleckungen. Welche fünf?

Da ist ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. ER sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.

Er ist sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, festigt sie, indem er sie aufsagt, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich.

Sein Geist ist in den vier Arten der Achtsamkeitsmeditation fest verankert.

Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.

Er ist weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

Er denkt: ‚Ich bin tugendhaft … bin gelehrt … bin achtsam … rüttele meine Energie auf … und bin weise. Ich besitze die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben?‘ Ein Mönch, der diese fünf Eigenschaften besitzt, strebt nach dem Auflösen der Befleckungen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).