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20. Das Kapitel über Brahmanen

20. Brāhmaṇavagga

Entrinnen

„Mönche und Nonnen, es gibt fünf Elemente des Entrinnens. Welche fünf?

Da richtet Mönch den Geist auf Sinnenfreuden, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Aber wenn er den Geist auf Entsagung richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von Sinnenfreuden abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Sinnenfreuden entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von Sinnenfreuden erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf bösen Willen, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts … Aber wenn er den Geist auf Wohlwollen richtet, springt sein Geist vorwärts … Sein Geist ist in gutem Zustand … und von bösem Willen abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von bösem Willen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von bösem Willen erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Grausamkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts … Aber wenn er den Geist auf Mildherzigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts … Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Grausamkeit abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Grausamkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von Grausamkeit erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Form, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts … Aber wenn er den Geist auf Formlosigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts … Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Formen abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Formen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von Formen erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf substanzielle Wirklichkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Aber wenn er den Geist auf das Aufhören substanzieller Wirklichkeit richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von substanzieller Wirklichkeit abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von substanzieller Wirklichkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von substanzieller Wirklichkeit erklärt.

Das Genießen von Sinnenfreuden, bösem Willen, Grausamkeit, Form und substanzieller Wirklichkeit hält in ihm nicht an. Daher nennt man ihn einen Mönch, der ohne zugrunde liegende Neigungen ist, der das Verlangen abgeschnitten, die Fesseln abgestreift, die Einbildung richtig erfasst und dadurch dem Leiden ein Ende gemacht hat. Das sind die fünf Elemente des Entrinnens.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).