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AN5.28

3. Das Kapitel über fünf Faktoren

3. Pañcaṅgikavagga

Mit fünf Faktoren

„Mönche und Nonnen, ich werde euch lehren, wie man edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren entwickelt. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Und wie entwickelt man edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren?

Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält. Er tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt seinen Körper mit aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre. Wie ein geschickter Bader oder Baderlehrling, der Seifenpulver in eine Bronzeschüssel gibt und es nach und nach mit Wasser benetzt. Er knetet es, bis die Kugel aus Seifenpulver mit Feuchtigkeit vollgesogen und gesättigt ist, innen und außen durchtränkt, und doch keine Feuchtigkeit herausquillt. Ebenso tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt ein Mönch seinen Körper mit aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre. Das ist die erste Art, edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren zu entwickeln.

Wenn dann das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt ein Mönch in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten. Er tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt seinen Körper mit aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre. Wie ein tiefer See, der von Quellwasser gespeist wird; er hat weder von Osten noch von Westen, weder von Norden noch von Süden einen Zufluss, und auch die Himmel bescheren nicht von Zeit zu Zeit angemessene Schauer. Doch der Strom kühlen Wassers, der im See aufwallt, tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt den ganzen See. Es gibt keinen Teil des Sees, der nicht von kühlem Wasser durchströmt wäre. Ebenso tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt ein Mönch seinen Körper mit aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre. Das ist die zweite Art, edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren zu entwickeln.

Mit dem Schwinden der Ekstase tritt ein Mönch dann in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘ Er tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt seinen Körper mit Seligkeit, die frei von Ekstase ist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von der Seligkeit, die frei von Ekstase ist, durchströmt wäre. Wie ein Teich mit blauen Seerosen oder rosa oder weißen Lotusblumen. Manche von ihnen sprießen und wachsen im Wasser, ohne sich darüber zu erheben, und gedeihen unter Wasser. Von der Spitze bis zur Wurzel sind sie getränkt, durchdrungen, angefüllt und durchströmt von kühlem Wasser. Es gibt keinen Teil von ihnen, der nicht von kühlem Wasser durchströmt wäre. Ebenso tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt ein Mönch seinen Körper mit Seligkeit, die frei von Ekstase ist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von der Seligkeit, die frei von Ekstase ist, durchströmt wäre. Das ist die dritte Art, edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren zu entwickeln.

Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt ein Mönch dann in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. Er sitzt da und durchströmt seinen Körper mit reinem, hellem Geist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von reinem, hellem Geist durchströmt wäre. Wie wenn jemand dasitzt, der von Kopf bis Fuß in ein weißes Tuch gehüllt ist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von dem weißen Tuch bedeckt wäre. Ebenso sitzt ein Mönch da und durchströmt seinen Körper mit reinem, hellem Geist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von reinem, hellem Geist durchströmt wäre. Das ist die vierte Art, edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren zu entwickeln.

Dann ergreift da ein Mönch die Meditation, die eine Basis für die Betrachtung ist, richtig, richtet den Geist richtig darauf, behält sie richtig im Sinn und durchdringt sie richtig mit Weisheit. Wie wenn ein Mensch einen anderen betrachtet: Jemand, der steht, betrachtet jemanden, der sitzt, oder jemand, der sitzt, betrachtet jemanden, der liegt. Ebenso ergreift da ein Mönch die Meditation, die eine Basis für die Betrachtung ist, richtig, richtet den Geist richtig darauf, behält sie richtig im Sinn und durchdringt sie richtig mit Weisheit. Das ist die fünfte Art, edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren zu entwickeln.

Wenn edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren in dieser Weise entwickelt und gemehrt wird, streckt ein Mönch den Geist aus, um jedes einzelne Ding durch Einsicht zu verwirklichen, das durch Einsicht verwirklicht werden kann; und er ist in der Lage, all diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wie wenn ein Krug mit Wasser, randvoll, sodass eine Krähe daraus trinken könnte, auf eine Unterlage gestellt würde: Wenn ein kräftiger Mann ihn in irgendeine Richtung anstoßen würde, würde da Wasser ausfließen?“

„Ja, Herr.“

„Ebenso streckt, wenn edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren in dieser Weise entwickelt und gemehrt wird, ein Mönch den Geist aus, um jedes einzelne Ding durch Einsicht zu verwirklichen, das durch Einsicht verwirklicht werden kann; und er ist in der Lage, all diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wie wenn da ein auf vier Seiten eingefasster Lotusteich auf ebener Erde wäre, randvoll mit Wasser, sodass eine Krähe daraus trinken könnte: Wenn ein kräftiger Mann die Einfassung an einer Seite öffnen würde, würde da Wasser ausfließen?“

„Ja, Herr.“

„Ebenso streckt, wenn edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren in dieser Weise entwickelt und gemehrt wird, ein Mönch den Geist aus, um jedes einzelne Ding durch Einsicht zu verwirklichen, das durch Einsicht verwirklicht werden kann; und er ist in der Lage, all diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wie wenn da ein Wagen mit angespannten Vollblütern an einer Straßenkreuzung auf ebenem Gelände stünde, und eine Peitsche läge bereit. Ein geschickter Zureiter, ein meisterhafter Wagenlenker, bestiege den Wagen und nähme die Zügel in seine Rechte und die Peitsche in seine Linke: Er würde nach Belieben hin- und wieder zurückfahren, wann und wohin er wollte. Ebenso streckt, wenn edle rechte Versenkung mit fünf Faktoren in dieser Weise entwickelt und gemehrt wird, ein Mönch den Geist aus, um jedes einzelne Ding durch Einsicht zu verwirklichen, das durch Einsicht verwirklicht werden kann; und er ist in der Lage, all diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich doch die vielen Arten übersinnlicher Kraft ausüben könnte: mich vervielfältigen und wieder eins werden … und meinen Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich doch mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit beide Arten von Tönen hören könnte, himmlische und menschliche, ob fern oder nah‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich doch den Geist anderer Wesen und Personen erkennen könnte, indem ich ihn mit meinem Geist erfasse: Dass ich einen gierigen Geist als „gierigen Geist“ erkennen könnte, einen von Gier freien Geist als „von Gier freien Geist“, einen hasserfüllten Geist als „hasserfüllten Geist“, einen von Hass freien Geist als „von Hass freien Geist“, einen Geist, der sich täuscht, als „Geist, der sich täuscht“, einen von Täuschung freien Geist als „von Täuschung freien Geist“, einen eingeengten Geist als „eingeengten Geist“, einen zerstreuten Geist als „zerstreuten Geist“, einen ausgedehnten Geist als „ausgedehnten Geist“, einen nicht ausgedehnten Geist als „nicht ausgedehnten Geist“, einen Geist, der nicht unübertrefflich ist, als „Geist, der nicht unübertrefflich ist“, einen unübertrefflichen Geist als „unübertrefflichen Geist“, einen im Samādhi versunkenen Geist als „im Samādhi versunkenen Geist“, einen nicht im Samādhi versunkenen Geist als „nicht im Samādhi versunkenen Geist“, einen befreiten Geist als „befreiten Geist“ und einen nicht befreiten Geist als „nicht befreiten Geist“‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich mich doch … an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten erinnern könnte‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich doch mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit verstehen könnte, wie Lebewesen … entsprechend ihrer Taten weiterziehen‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.

Wenn er wünscht: ‚Dass ich doch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangen könnte, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennen und darin leben könnte‘ – wenn er das wünscht, so ist er in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne in Reichweite ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).