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AN5.30

3. Das Kapitel über fünf Faktoren

3. Pañcaṅgikavagga

Mit Nāgita

So habe ich es gehört: Einmal wanderte der Buddha mit einem großen Saṅgha von Mönchen und Nonnen durch das Land der Kosaler. Er kam zu einem Dorf der Kosaler Brahmanen mit Namen Icchānaṅgala. Dort hielt er sich in einem Wald bei Icchānaṅgala auf. Die Brahmanen und Hausbesitzer von Icchānaṅgala hörten:

„Es scheint, der Asket Gotama – ein Sakyer, der von einer Familie der Sakyer fortgezogen ist – ist in Icchānaṅgala angekommen. Er hält sich in einem Wald bei Icchānaṅgala auf. Er hat diesen guten Ruf: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘ Er hat diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkannt und erklärt sie anderen. Er verkündet eine Lehre, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist. Es ist gut, solche Vollendeten zu sehen.“

Als dann die Nacht vorüber war, nahmen sie reichlich frische und gekochte Speisen, gingen in den Wald bei Icchānaṅgala und standen vor dem Tor, wo sie einen Höllenlärm machten.

Nun war zu dieser Zeit der Ehrwürdige Nāgita der Aufwärter des Buddha. Da sagte der Buddha zu Nāgita: „Nāgita, wer macht diesen Höllenlärm? Man könnte meinen, es wären Fischer, die ihren Fang einholen!“

„Herr, es sind diese Brahmanen und Hausbesitzer von Icchānaṅgala. Sie haben reichlich frische und gekochte Speisen gebracht und stehen damit vor dem Tor. Sie wollen sie eigens dem Buddha und dem Saṅgha der Mönche und Nonnen spenden.“

„Nāgita, dass ich niemals berühmt werde! Dass ich nicht zu Ruhm gelange! Da sind die, die nicht wie ich nach Wunsch, ohne Mühe und Not, das Glück der Entsagung erlangen können, das Glück der Abgeschiedenheit, das Glück des Friedens, das Glück des Erwachens. Sie sollen das schmutzige, dumpfe Glück von Besitz, Ehre und Beliebtheit genießen.“

„Herr, der Gesegnete gebe jetzt bitte nach! Der Heilige gebe bitte nach! Jetzt ist die Zeit für den Buddha, nachzugeben. Ganz gleich, wo der Buddha jetzt hingeht, dahin werden auch die Brahmanen und Hausbesitzer neigen, und ebenso die Menschen aus Stadt und Land. Wie wenn die Himmel in dicken Tropfen regnen, und das Wasser fließt bergab. Ebenso werden diese Brahmanen und Hausbesitzer dahin neigen, wo der Buddha jetzt hingeht, und ebenso die Menschen aus Stadt und Land. Und weshalb? Wegen der Tugend und der Weisheit des Buddha.“

„Nāgita, dass ich niemals berühmt werde! Dass ich nicht zu Ruhm gelange! Da sind die, die nicht wie ich nach Wunsch, ohne Mühe und Not, das Glück der Entsagung erlangen können, das Glück der Abgeschiedenheit, das Glück des Friedens, das Glück des Erwachens. Sie sollen das schmutzige, dumpfe Glück von Besitz, Ehre und Beliebtheit genießen.

Was man isst, trinkt, kaut und schmeckt, endet als Kot und Urin. Darauf läuft es hinaus.

Wenn die Lieben verfallen und zugrunde gehen, kommt es zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Darauf läuft es hinaus.

Wenn man sich der Meditation über das Merkmal des Abstoßenden verschreibt, festigt sich der Abscheu vor dem Merkmal des Schönen. Darauf läuft es hinaus.

Wenn man meditiert, indem man bei den sechs Kontaktfeldern die Unbeständigkeit beobachtet, festigt sich der Abscheu vor Kontakt. Darauf läuft es hinaus.

Wenn man meditiert, indem man Aufstieg und Untergang bei den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten beobachtet, festigt sich der Abscheu vor dem Ergreifen. Darauf läuft es hinaus.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).