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AN5.47

5. Das Kapitel mit König Muṇḍa

5. Muṇḍarājavagga

Reichtum

„Mönche und Nonnen, es gibt fünf Reichtümer. Welche fünf? Reichtum an Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.

Und was ist Reichtum an Vertrauen? Da hat ein edler Schüler Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘ Das nennt man Reichtum an Vertrauen.

Und was ist Reichtum an Tugend? Da tötet ein edler Schüler keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen, lügt nicht und trinkt keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein. Das nennt man Reichtum an Tugend.

Und was ist Reichtum an Gelehrsamkeit? Da ist ein edler Schüler sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, festigt sie, indem er sie aufsagt, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich. Das nennt man Reichtum an Gelehrsamkeit.

Und was ist Reichtum an Großzügigkeit? Da lebt ein edler Schüler im Haus, hat den Fleck des Geizes entfernt, gibt großzügig her, hat eine offene Hand, freut sich am Loslassen, ist der Wohltätigkeit verpflichtet und liebt es, zu geben und zu teilen. Das nennt man Reichtum an Großzügigkeit.

Und was ist Reichtum an Weisheit? Da ist ein edler Schüler weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Das nennt man Reichtum an Weisheit.

Das sind die fünf Reichtümer.

Wer Vertrauen zum Klargewordenen hat, das standhaft und fest gegründet ist, wessen Tugend gut ist, von den Edlen gepriesen und geliebt,

wer Zuversicht zum Saṅgha und fehlerfreie Ansicht hat – von solchen heißt es, sie gedeihen und ihr Leben ist nicht umsonst.

Daher soll ein verständiger Mensch sich dem Vertrauen, der Tugend, der Zuversicht und dem Sehen der Wahrheit weihen und sich an die Anleitung der Buddhas erinnern.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).