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AN5.76

8. Das Kapitel über einen Krieger

8. Yodhājīvavagga

Krieger (2)

„Mönche und Nonnen, diese fünf Krieger findet man in der Welt. Welche fünf?

Da nimmt ein Krieger Schwert und Schild, bindet sich Köcher und Bogen um und stürzt sich ins Schlachtgetümmel. Er kämpft und müht sich in der Schlacht, doch seine Feinde töten ihn und machen ihn fertig. So sind manche Krieger. Das ist der erste Krieger, den man in der Welt findet.

Dann nimmt da ein Krieger Schwert und Schild, bindet sich Köcher und Bogen um und stürzt sich ins Schlachtgetümmel. Er kämpft und müht sich in der Schlacht, doch seine Feinde verwunden ihn. Man trägt ihn fort und bringt ihn zu seinen Verwandten, doch er stirbt unterwegs, bevor er ankommt. So sind manche Krieger. Das ist der zweite Krieger, den man in der Welt findet.

Dann nimmt da ein Krieger Schwert und Schild, bindet sich Köcher und Bogen um und stürzt sich ins Schlachtgetümmel. Er kämpft und müht sich in der Schlacht, doch seine Feinde verwunden ihn. Man trägt ihn fort und bringt ihn zu seinen Verwandten, und diese pflegen ihn und sorgen für ihn. Doch er stirbt an seinen Verletzungen, während er in ihrer Pflege ist. So sind manche Krieger. Das ist der dritte Krieger, den man in der Welt findet.

Dann nimmt da ein Krieger Schwert und Schild, bindet sich Köcher und Bogen um und stürzt sich ins Schlachtgetümmel. Er kämpft und müht sich in der Schlacht, doch seine Feinde verwunden ihn. Man trägt ihn fort und bringt ihn zu seinen Verwandten, und diese pflegen ihn und sorgen für ihn. Und während er in ihrer Pflege ist, erholt er sich von seinen Verletzungen. So sind manche Krieger. Das ist der vierte Krieger, den man in der Welt findet.

Dann nimmt da ein Krieger Schwert und Schild, bindet sich Köcher und Bogen um und stürzt sich ins Schlachtgetümmel. Er erringt den Sieg in der Schlacht und beweist sich als der Erste in der Schlacht. So sind manche Krieger. Das ist der fünfte Krieger, den man in der Welt findet. Das sind die fünf Krieger, die man in der Welt findet.

Ebenso findet man diese fünf Personen, die Kriegern gleichen, unter den Mönchen. Welche fünf? Da wird ein Mönch von einem Dorf oder Marktflecken unterhalten. Er kleidet sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe und betritt das Dorf oder den Marktflecken zum Almosengang, ohne Körper, Sprache und Geist zu bewachen, ohne die Achtsamkeit zu verankern und die Sinne zu zügeln. Da sieht er eine knapp bekleidete Frauensperson mit freizügiger Kleidung. Wollust befällt seinen Geist, und ohne sich zuvor von der Schulung loszusagen und seine Unfähigkeit zu erklären, sie fortzusetzen, hat er Geschlechtsverkehr.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der von seinen Feinden getötet und fertiggemacht wird. So sind manche Personen. Das ist die erste Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann wird da ein Mönch von einem Dorf oder Marktflecken unterhalten. Er kleidet sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe und betritt das Dorf oder den Marktflecken zum Almosengang, ohne Körper, Sprache und Geist zu bewachen, ohne die Achtsamkeit zu verankern und die Sinne zu zügeln. Da sieht er eine knapp bekleidete Frauensperson mit freizügiger Kleidung. Wollust befällt seinen Geist, und Körper und Geist brennen vor Wollust. Er denkt: ‚Warum gehe ich nicht zum Kloster und sage zu den Mönchen:

„Geehrte, ich bin von Wollust überwältigt, in Wollust verstrickt. Ich bin nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Ich erkläre meine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, ich sage mich von ihr los und wende mich wieder einem geringeren Leben zu.“‘ Doch auf dem Weg, noch bevor er das Kloster erreicht hat, erklärt er seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen. Er sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, den man fortträgt und zum Pflegen zu seinen Verwandten bringt, doch der unterwegs stirbt, bevor er ankommt. So sind manche Personen. Das ist die zweite Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann wird da ein Mönch von einem Dorf oder Marktflecken unterhalten. Er kleidet sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe und betritt das Dorf oder den Marktflecken zum Almosengang, ohne Körper, Sprache und Geist zu bewachen, ohne die Achtsamkeit zu verankern und die Sinne zu zügeln. Da sieht er eine knapp bekleidete Frauensperson mit freizügiger Kleidung. Wollust befällt seinen Geist, und Körper und Geist brennen vor Wollust. Er denkt: ‚Warum gehe ich nicht zum Kloster und sage zu den Mönchen:

„Geehrte, ich bin von Wollust überwältigt, in Wollust verstrickt. Ich bin nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Ich erkläre meine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, ich sage mich von ihr los und wende mich wieder einem geringeren Leben zu.“‘ Er geht zum Kloster und sagt zu den Mönchen: ‚Geehrte, ich bin von Wollust überwältigt, in Wollust verstrickt. Ich bin nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Ich erkläre meine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, ich sage mich von ihr los und wende mich wieder einem geringeren Leben zu.‘

Seine geistlichen Gefährten unterweisen ihn und leiten ihn an: ‚Geehrter, der Buddha sagt, dass Sinnenfreuden zu wenig Befriedigung und viel Leiden und Bedrängnis führen, und mehr noch, dass sie viele Nachteile haben. Mit dem Gleichnis vom Skelett … dem Gleichnis vom Fleischfetzen … dem Gleichnis von der Grasfackel … dem Gleichnis von der Grube mit glühenden Kohlen … dem Gleichnis vom Traum … dem Gleichnis von den geliehenen Gütern … dem Gleichnis von den Baumfrüchten … dem Gleichnis vom Schlachtmesser und vom Hackklotz … dem Gleichnis von den Schwertern und Lanzen … und dem Gleichnis vom Schlangenkopf sagt der Buddha, dass Sinnenfreuden zu wenig Befriedigung und viel Leiden und Bedrängnis führen, und mehr noch, dass sie viele Nachteile haben. Sei froh mit dem geistlichen Leben, Geehrter. Ehrwürdiger, bitte erkläre nicht deine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sag dich nicht von ihr los und wende dich nicht wieder einem geringeren Leben zu.‘

Wenn er von seinen geistlichen Gefährten so unterwiesen und angeleitet wird, sagt er: ‚Geehrte, obwohl der Buddha sagt, dass Sinnenfreuden zu wenig Befriedigung und viel Leiden und Bedrängnis führen, und mehr noch, dass sie viele Nachteile haben, bin ich nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Ich erkläre meine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, ich sage mich von ihr los und wende mich wieder einem geringeren Leben zu.‘ Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der an seinen Verletzungen stirbt, während er in der Pflege seiner Verwandten ist. So sind manche Personen. Das ist die dritte Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann wird da ein Mönch von einem Dorf oder Marktflecken unterhalten. Er kleidet sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe und betritt das Dorf oder den Marktflecken zum Almosengang, ohne Körper, Sprache und Geist zu bewachen, ohne die Achtsamkeit zu verankern und die Sinne zu zügeln. Da sieht er eine knapp bekleidete Frauensperson mit freizügiger Kleidung. Wollust befällt seinen Geist, und Körper und Geist brennen vor Wollust. Er denkt: ‚Warum gehe ich nicht zum Kloster und sage zu den Mönchen:

„Geehrte, ich bin von Wollust überwältigt, in Wollust verstrickt. Ich bin nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Ich erkläre meine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, ich sage mich von ihr los und wende mich wieder einem geringeren Leben zu.“‘ Er geht zum Kloster und sagt zu den Mönchen: ‚Geehrte, ich bin von Wollust überwältigt, in Wollust verstrickt. Ich bin nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Ich erkläre meine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, ich sage mich von ihr los und wende mich wieder einem geringeren Leben zu.‘

Seine geistlichen Gefährten unterweisen ihn und leiten ihn an: ‚Geehrter, der Buddha sagt, dass Sinnenfreuden zu wenig Befriedigung und viel Leiden und Bedrängnis führen, und mehr noch, dass sie viele Nachteile haben. Mit dem Gleichnis vom Skelett … dem Gleichnis vom Fleischfetzen … dem Gleichnis von der Grasfackel … dem Gleichnis von der Grube mit glühenden Kohlen … dem Gleichnis vom Traum … dem Gleichnis von den geliehenen Gütern … dem Gleichnis von den Baumfrüchten … dem Gleichnis vom Schlachtmesser und vom Hackklotz … dem Gleichnis von den Schwertern und Lanzen … und dem Gleichnis vom Schlangenkopf sagt der Buddha, dass Sinnenfreuden zu wenig Befriedigung und viel Leiden und Bedrängnis führen, und mehr noch, dass sie viele Nachteile haben. Sei froh mit dem geistlichen Leben, Geehrter. Ehrwürdiger, bitte erkläre nicht deine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sage dich nicht von ihr los und wende dich nicht wieder einem geringeren Leben zu.‘

Wenn er von seinen geistlichen Gefährten so unterwiesen und angeleitet wird, sagt er: ‚Ich will es versuchen, Geehrte, ich will mir Mühe geben, ich will froh sein. Ich werde nicht meine Unfähigkeit erklären, die Schulung fortzusetzen, werde mich nicht von ihr lossagen und mich nicht wieder einem geringeren Leben zuwenden.‘

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der sich von seinen Verletzungen erholt, während er in der Pflege seiner Verwandten ist. So sind manche Personen. Das ist die vierte Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann wird da ein Mönch von einem Dorf oder Marktflecken unterhalten. Er kleidet sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe und betritt das Dorf oder den Marktflecken zum Almosengang, und er bewacht Körper, Sprache und Geist, verankert die Achtsamkeit und zügelt die Sinne. Wenn er mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum. Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum. Nach dem Essen, wenn er vom Almosengang zurückkommt, sucht er einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen. Wenn er in eine Wildnis oder zum Fuß eines Baumes oder zu einer leeren Hütte gegangen ist, setzt er sich dort mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich. Er gibt die fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen. Dann tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die zweite Vertiefung ein … er tritt in die dritte Vertiefung ein … er tritt in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin.

Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt – dann streckt er ihn aus auf das Erkennen der Auflösung der Befleckungen. Er versteht wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen.‘ … ‚Das ist der Ursprung der Befleckungen.‘ … ‚Das ist das Aufhören der Befleckungen.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt.‘ Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit. Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der Schwert und Schild nimmt, sich Köcher und Bogen umbindet und sich ins Schlachtgetümmel stürzt. Er erringt den Sieg in der Schlacht und beweist sich als der Erste in der Schlacht. So sind manche Personen. Das ist die fünfte Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Das sind die fünf Personen, die Kriegern gleichen, die man unter den Mönchen findet.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).