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AN5.77

8. Das Kapitel über einen Krieger

8. Yodhājīvavagga

Künftige Gefahren (1)

„Mönche und Nonnen, wenn er fünf künftige Gefahren sieht, reicht das für einen Wildnismönch völlig aus, dass er beflissen, eifrig und entschlossen meditiert, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.

Welche fünf? Da denkt ein Wildnismönch nach: ‚Ich lebe jetzt allein in der Wildnis. Während ich so allein lebe, könnte ich von einer Schlange gebissen oder von einem Skorpion oder Tausendfüßler gestochen werden. Und wenn ich daran sterben würde, wäre das eine Blockade für mich. Ich will lieber jetzt meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Das ist die erste künftige Gefahr …

Dann denkt da ein Wildnismönch nach: ‚Ich lebe jetzt allein in der Wildnis. Während ich so allein lebe, könnte ich eine Klippe hinab stolpern, eine Lebensmittelvergiftung bekommen oder an Beschwerden durch Galle, Schleim oder stechende Winde leiden. Und wenn ich daran sterben würde, wäre das eine Blockade für mich. Ich will lieber jetzt meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Das ist die zweite künftige Gefahr …

Dann denkt da ein Wildnismönch nach: ‚Ich lebe jetzt allein in der Wildnis. Während ich so allein lebe, könnten mir wilde Tiere begegnen und mir das Leben nehmen – ein Löwe, ein Tiger, ein Leopard, ein Bär oder eine Hyäne. Und wenn ich daran sterben würde, wäre das eine Blockade für mich. Ich will lieber jetzt meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Das ist die dritte künftige Gefahr …

Dann denkt da ein Wildnismönch nach: ‚Ich lebe jetzt allein in der Wildnis. Während ich so allein lebe, könnten mir Jugendliche begegnen, die nach einem Verbrechen auf der Flucht sind oder auf dem Weg, eins zu begehen, und sie könnten mir das Leben nehmen. Und wenn ich daran sterben würde, wäre das eine Blockade für mich. Ich will lieber jetzt meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Das ist die vierte künftige Gefahr …

Dann denkt da ein Wildnismönch nach: ‚Ich lebe jetzt allein in der Wildnis. Doch in der Wildnis gibt es bösartige Ungeheuer, die mir das Leben nehmen könnten. Und wenn ich daran sterben würde, wäre das eine Blockade für mich. Ich will lieber jetzt meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Das ist die fünfte künftige Gefahr …

Das sind die fünf künftigen Gefahren. Wenn ein Wildnismönch sie sieht, reicht das für ihn völlig aus, dass er beflissen, eifrig und entschlossen meditiert, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).