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8. Das Kapitel über einen Krieger

8. Yodhājīvavagga

Künftige Gefahren (4)

„Mönche und Nonnen, fünf künftige Gefahren sind gegenwärtig nicht entstanden, aber sie werden in Zukunft entstehen. Ihr solltet nach ihnen ausschauen und euch bemühen, sie aufzugeben.

Welche fünf? In einer künftigen Zeit wird es Mönche und Nonnen geben, die hübsche Roben mögen. Sie werden die Übung des Tragens von Fetzenroben und die Übung, eine abgelegene Unterkunft in der Wildnis und im Wald aufzusuchen, vernachlässigen. Sie werden in die Dörfer, Marktflecken und Königsstädte kommen und dort ihre Wohnplätze einrichten. Und sie werden versuchen, auf vielerlei falsche und unschickliche Art an Roben zu kommen. Das ist die erste künftige Gefahr, die gegenwärtig nicht entstanden ist, aber in Zukunft entstehen wird …

Dann wird es in einer künftigen Zeit Mönche und Nonnen geben, die leckeres Almosen mögen. Sie werden die Übung des Almosengangs und die Übung, eine abgelegene Unterkunft in der Wildnis und im Wald aufzusuchen, vernachlässigen. Sie werden in die Dörfer, Marktflecken und Königsstädte kommen und dort ihre Wohnplätze einrichten. Und sie werden versuchen, auf vielerlei falsche und unschickliche Art an Almosen zu kommen. Das ist die zweite künftige Gefahr, die gegenwärtig nicht entstanden ist, aber in Zukunft entstehen wird …

Dann wird es in einer künftigen Zeit Mönche und Nonnen geben, die hübsche Unterkünfte mögen. Sie werden die Übung, am Fuß eines Baumes zu leben, und die Übung, eine abgelegene Unterkunft in der Wildnis und im Wald aufzusuchen, vernachlässigen. Sie werden in die Dörfer, Marktflecken und Königsstädte kommen und dort ihre Wohnplätze einrichten. Und sie werden versuchen, auf vielerlei falsche und unschickliche Art an Unterkünfte zu kommen. Das ist die dritte künftige Gefahr, die gegenwärtig nicht entstanden ist, aber in Zukunft entstehen wird …

Dann wird es in einer künftigen Zeit Mönche geben, die sich eng mit Nonnen, Nonnen in Schulung und Novizinnen zusammentun. Unter solchen Umständen kann man erwarten, dass sie das geistliche Leben unzufrieden führen, einen der verderblichen Verstöße begehen oder sich von der Schulung lossagen und sich wieder einem geringeren Leben zuwenden. Das ist die vierte künftige Gefahr, die gegenwärtig nicht entstanden ist, aber in Zukunft entstehen wird …

Dann wird es in einer künftigen Zeit Mönche und Nonnen geben, die sich eng mit Klosterhelfern und Novizen zusammentun. Unter solchen Umständen kann man erwarten, dass sie anfangen werden, für ihren eigenen Gebrauch Vorräte anzulegen und offensichtliche Hinweise zum Aufgraben der Erde und Schneiden von Pflanzen zu geben. Das ist die fünfte künftige Gefahr, die gegenwärtig nicht entstanden ist, aber in Zukunft entstehen wird …

Das sind die fünf künftigen Gefahren, die gegenwärtig nicht entstanden sind, aber in Zukunft entstehen werden. Ihr solltet nach ihnen ausschauen und euch bemühen, sie aufzugeben.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).