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AN5.99

10. Das Kapitel mit Kakudha

10. Kakudhavagga

Der Löwe

„Mönche und Nonnen, gegen Abend kommt der Löwe, der König der Tiere, aus seiner Höhle, gähnt, mustert rundum die vier Himmelsrichtungen und brüllt dreimal sein Löwengebrüll. Dann zieht er auf Beute aus. Wenn er einen Elefanten schlägt, tut er das sorgfältig, nicht ohne Sorgfalt. Wenn er einen Büffel … eine Kuh … einen Leoparden … oder irgendein kleineres Geschöpf schlägt, selbst einen Hasen oder eine Katze, tut er das sorgfältig, nicht ohne Sorgfalt. Warum ist das so? Weil er denkt: ‚Dass ich nicht von meinem Weg abkomme.‘

‚Löwe‘ ist ein Ausdruck für den Klargewordenen, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha. Wenn der Klargewordene vor einer Versammlung den Dhamma lehrt, ist das sein Löwengebrüll. Wenn der Klargewordene die Mönche unterweist … wenn er die Nonnen … die Laienmänner … Laienfrauen … und gewöhnliche Menschen unterweist, selbst Speisenträgerinnen und Jäger, tut er das sorgfältig, nicht ohne Sorgfalt. Warum ist das so? Weil der Klargewordene Achtung und Ehrfurcht vor der Lehre hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).