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AN6.13

2. Das Kapitel über warmherzige Eigenschaften

2. Sāraṇīyavagga

Elemente des Entrinnens

„Mönche und Nonnen, es gibt sechs Elemente des Entrinnens. Welche sechs?

Da ist ein Mönch, der sagt: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält böser Wille meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen. Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt und richtig umgesetzt wurde, und dass doch böser Wille immer noch den Geist gefangen hält. Denn durch die Erlösung des Herzens durch Liebe entrinnt man bösem Willen.‘

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält der Gedanke an Grausamkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entrinnt man Gedanken an Grausamkeit.‘

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält Widerwille meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entrinnt man dem Widerwillen.‘

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält Begehren meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entrinnt man dem Begehren.‘

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚Ich habe die merkmalslose Erlösung des Herzens entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch folgt mein Bewusstsein immer noch Merkmalen nach.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die merkmalslose Erlösung des Herzens entrinnt man allen Merkmalen.‘

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚Ich habe die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt. Und ich betrachte nichts mehr als „ich bin das“. Und doch hält der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen. Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt wurde und man nichts mehr als „ich bin das“ betrachtet, und dass doch der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit immer noch den Geist gefangen hält. Denn indem man die Einbildung „ich bin“ ausrottet, entrinnt man dem Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit.‘

Das sind die sechs Elemente des Entrinnens.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).