AN6.28
3. Das Kapitel über unübertreffliche Dinge
3. Anuttariyavagga
Gelegenheiten (2)
Einmal hielten sich mehrere altehrwürdige Mönche und Nonnen bei Varanasi auf, im Wildpark bei Isipatana. Da kam nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkamen, dieses Gespräch unter ihnen auf, als sie im Pavillon beisammensaßen:
„Geehrte, bei wie vielen Gelegenheiten soll man einen geschätzten Mönch aufsuchen?“
Daraufhin sagte einer der Mönche zu den altehrwürdigen Mönchen und Nonnen:
„Geehrte, es kommt vor, dass ein geschätzter Mönch nach dem Essen, wenn er vom Almosengang zurückkommt, seine Füße wäscht, sich mit gekreuzten Beinen hinsetzt, den Körper gerade aufrichtet und die Achtsamkeit bei sich verankert. Das ist die richtige Gelegenheit, um einen geschätzten Mönch aufzusuchen.“
Daraufhin sagte einer der Mönche zu diesem Mönch:
„Geehrter, das ist nicht die richtige Gelegenheit, um einen geschätzten Mönch aufzusuchen. Denn zu dieser Zeit ist die Müdigkeit vom Gehen und vom Essen noch nicht gewichen. Es kommt vor, dass ein geschätzter Mönch am späten Nachmittag aus seiner Klausur kommt, sich mit gekreuzten Beinen in den Schatten seiner Veranda setzt, den Körper gerade aufrichtet und die Achtsamkeit bei sich verankert. Das ist die richtige Gelegenheit, um einen geschätzten Mönch aufzusuchen.“
Daraufhin sagte einer der Mönche zu diesem Mönch:
„Geehrter, das ist nicht die richtige Gelegenheit, um einen geschätzten Mönch aufzusuchen. Denn zu dieser Zeit übt er noch das gleiche Meditationsthema als Basis für die Versenkung, auf das er den Tag über den Geist gerichtet hatte. Geehrte, es kommt vor, dass ein geschätzter Mönch beim ersten Morgengrauen aufsteht, sich mit gekreuzten Beinen hinsetzt, den Körper gerade aufrichtet und die Achtsamkeit bei sich verankert. Das ist die richtige Gelegenheit, um einen geschätzten Mönch aufzusuchen.“
Daraufhin sagte einer der Mönche zu diesem Mönch:
„Geehrter, das ist nicht die richtige Gelegenheit, um einen geschätzten Mönch aufzusuchen. Denn zu dieser Zeit ist sein Körper voller Lebensenergie und es ist leicht für ihn, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten.“
Daraufhin sagte der Ehrwürdige Mahākaccāna zu den altehrwürdigen Mönchen und Nonnen:
„Geehrte, ich habe unter den Augen des Buddha gehört und gelernt: ‚Mönch, bei sechs Gelegenheiten soll man einen geschätzten Mönch aufsuchen.
Bei welchen sechs? Zunächst einmal kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von sinnlicher Begierde überwältigt, in sinnliche Begierde verstrickt ist und er nicht wahrhaftig versteht, wie er der aufgekommenen sinnlichen Begierde entrinnen kann. Bei dieser Gelegenheit soll er zu einem geschätzten Mönch gehen und sagen:
„Mein Herz ist von sinnlicher Begierde überwältigt, in sinnliche Begierde verstrickt und ich verstehe nicht wahrhaftig, wie ich der aufgekommenen sinnlichen Begierde entrinnen kann. Ehrwürdiger, bitte lehre mich, wie ich sinnliche Begierde aufgeben kann.“ Dann lehrt dieser geschätzte Mönch ihn, wie er sinnliche Begierde aufgeben kann. Das ist die erste Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Dann kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von bösem Willen überwältigt, in bösen Willen verstrickt ist … von Dumpfheit und Benommenheit … von Rastlosigkeit und Reue … oder von Zweifel …
Dann kommt es vor, dass ein Mönch nicht versteht, auf welche Meditation er den Geist richten soll, um die Befleckungen umgehend aufzulösen. Bei dieser Gelegenheit soll er zu einem geschätzten Mönch gehen und sagen: „Ich verstehe nicht, auf welche Meditation ich den Geist richten soll, um die Befleckungen umgehend aufzulösen. Ehrwürdiger, bitte lehre mich, wie ich die Befleckungen auflösen kann.“ Dann lehrt dieser geschätzte Mönch ihn, wie er die Befleckungen auflösen kann. Das ist die sechste Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.‘
Geehrte, ich habe unter den Augen des Buddha gehört und gelernt: ‚Bei diesen sechs Gelegenheiten soll man einen geschätzten Mönch aufsuchen.‘“
Proper Occasions (2nd)
At one time several senior mendicants were staying near Varanasi, in the deer park at Isipatana. Then after the meal, on their return from almsround, this discussion came up among them while sitting together in the pavilion.
“Reverends, how many occasions are there for going to see an esteemed mendicant?”
When this was said, one of the mendicants said to the senior mendicants:
“Reverends, there’s a time after an esteemed mendicant’s meal when they return from almsround. Having washed their feet they sit down cross-legged, set their body straight, and bring mindfulness to the present. That is the proper occasion for going to see an esteemed mendicant.”
When this was said, one of the mendicants said to that mendicant:
“Reverend, that’s not the proper occasion for going to see an esteemed mendicant. For at that time the fatigue from walking and from eating has not faded away. There’s a time late in the afternoon when an esteemed mendicant comes out of retreat. They sit cross-legged in the shade of their porch , set their body straight, and bring mindfulness to the present. That is the proper occasion for going to see an esteemed mendicant.”
When this was said, one of the mendicants said to that mendicant:
“Reverend, that’s not the proper occasion for going to see an esteemed mendicant. For at that time they are still practicing the same meditation subject as a basis of immersion that they focused on during the day. There’s a time when an esteemed mendicant has risen at the crack of dawn. They sit down cross-legged, set their body straight, and bring mindfulness to the present. That is the proper occasion for going to see an esteemed mendicant.”
When this was said, one of the mendicants said to that mendicant:
“Reverend, that’s not the proper occasion for going to see an esteemed mendicant. For at that time their body is full of vitality and they find it easy to focus on the instructions of the Buddhas.”
When this was said, Venerable Mahākaccāna said to those senior mendicants:
“Reverends, I have heard and learned this in the presence of the Buddha: ‘Mendicants, there are six occasions for going to see an esteemed mendicant.
What six? Firstly, there’s a time when a mendicant’s heart is overcome and mired in sensual desire, and they don’t truly understand the escape from sensual desire that has arisen. On that occasion they should go to an esteemed mendicant and say:
“My heart is overcome and mired in sensual desire, and I don’t truly understand the escape from sensual desire that has arisen. Venerable, please teach me how to give up sensual desire.” Then that esteemed mendicant teaches them how to give up sensual desire. This is the first occasion for going to see an esteemed mendicant.
Furthermore, there’s a time when a mendicant’s heart is overcome and mired in ill will … dullness and drowsiness … restlessness and remorse … doubt …
Furthermore, there’s a time when a mendicant doesn’t understand what kind of meditation they need to focus on in order to end the defilements without delay. On that occasion they should go to an esteemed mendicant and say, “I don’t understand what kind of meditation to focus on in order to end the defilements without delay. Venerable, please teach me how to end the defilements.” Then that esteemed mendicant teaches them how to end the defilements. This is the sixth occasion for going to see an esteemed mendicant.’
Reverends, I have heard and learned this in the presence of the Buddha: ‘These are the six occasions for going to see an esteemed mendicant.’”
Dutiyasamayasutta
Ekaṁ samayaṁ sambahulā therā bhikkhū bārāṇasiyaṁ viharanti isipatane migadāye. Atha kho tesaṁ therānaṁ bhikkhūnaṁ pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkantānaṁ maṇḍalamāḷe sannisinnānaṁ sannipatitānaṁ ayamantarākathā udapādi:
“ko nu kho, āvuso, samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamitun”ti?
Evaṁ vutte, aññataro bhikkhu there bhikkhū etadavoca:
“yasmiṁ, āvuso, samaye manobhāvanīyo bhikkhu pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto pāde pakkhāletvā nisinno hoti pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā, so samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamitun”ti.
Evaṁ vutte, aññataro bhikkhu taṁ bhikkhuṁ etadavoca:
“na kho, āvuso, so samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamituṁ. Yasmiṁ, āvuso, samaye manobhāvanīyo bhikkhu pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto pāde pakkhāletvā nisinno hoti pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā, cārittakilamathopissa tasmiṁ samaye appaṭippassaddho hoti, bhattakilamathopissa tasmiṁ samaye appaṭippassaddho hoti. Yasmiṁ, āvuso, samaye manobhāvanīyo bhikkhu sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito vihārapacchāyāyaṁ nisinno hoti pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā, so samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamitun”ti.
Evaṁ vutte, aññataro bhikkhu taṁ bhikkhuṁ etadavoca:
“na kho, āvuso, so samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamituṁ. Yasmiṁ, āvuso, samaye manobhāvanīyo bhikkhu sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito vihārapacchāyāyaṁ nisinno hoti pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā, yadevassa divā samādhinimittaṁ manasikataṁ hoti tadevassa tasmiṁ samaye samudācarati. Yasmiṁ, āvuso, samaye manobhāvanīyo bhikkhu rattiyā paccūsasamayaṁ paccuṭṭhāya nisinno hoti pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā, so samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamitun”ti.
Evaṁ vutte, aññataro bhikkhu taṁ bhikkhuṁ etadavoca:
“na kho, āvuso, so samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamituṁ. Yasmiṁ, āvuso, samaye manobhāvanīyo bhikkhu rattiyā paccūsasamayaṁ paccuṭṭhāya nisinno hoti pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā, ojaṭṭhāyissa tasmiṁ samaye kāyo hoti phāsussa hoti buddhānaṁ sāsanaṁ manasi kātuṁ.
Evaṁ vutte āyasmā mahākaccāno there bhikkhū etadavoca:
“sammukhā metaṁ, āvuso, bhagavato sutaṁ sammukhā paṭiggahitaṁ: ‘chayime, bhikkhu, samayā manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamituṁ.
Katame cha? Idha, bhikkhu, yasmiṁ samaye bhikkhu kāmarāgapariyuṭṭhitena cetasā viharati kāmarāgaparetena, uppannassa ca kāmarāgassa nissaraṇaṁ yathābhūtaṁ nappajānāti, tasmiṁ samaye manobhāvanīyo bhikkhu upasaṅkamitvā evamassa vacanīyo:
“ahaṁ kho, āvuso, kāmarāgapariyuṭṭhitena cetasā viharāmi kāmarāgaparetena, uppannassa ca kāmarāgassa nissaraṇaṁ yathābhūtaṁ nappajānāmi. Sādhu vata me āyasmā kāmarāgassa pahānāya dhammaṁ desetū”ti. Tassa manobhāvanīyo bhikkhu kāmarāgassa pahānāya dhammaṁ deseti. Ayaṁ, bhikkhu, paṭhamo samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamituṁ.
Puna caparaṁ, bhikkhu, yasmiṁ samaye bhikkhu byāpādapariyuṭṭhitena cetasā viharati …pe…. Thinamiddhapariyuṭṭhitena cetasā viharati …. Uddhaccakukkuccapariyuṭṭhitena cetasā viharati …. Vicikicchāpariyuṭṭhitena cetasā viharati ….
Yaṁ nimittaṁ āgamma yaṁ nimittaṁ manasikaroto anantarā āsavānaṁ khayo hoti, taṁ nimittaṁ na jānāti na passati, tasmiṁ samaye manobhāvanīyo bhikkhu upasaṅkamitvā evamassa vacanīyo: “ahaṁ kho, āvuso, yaṁ nimittaṁ āgamma yaṁ nimittaṁ manasikaroto anantarā āsavānaṁ khayo hoti taṁ nimittaṁ na jānāmi na passāmi. Sādhu vata me āyasmā āsavānaṁ khayāya dhammaṁ desetū”ti. Tassa manobhāvanīyo bhikkhu āsavānaṁ khayāya dhammaṁ deseti. Ayaṁ, bhikkhu, chaṭṭho samayo manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamituṁ’.
Sammukhā metaṁ, āvuso, bhagavato sutaṁ sammukhā paṭiggahitaṁ: ‘ime kho, bhikkhu, cha samayā manobhāvanīyassa bhikkhuno dassanāya upasaṅkamitun’”ti.