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AN6.37

4. Das Kapitel über Gottheiten

4. Devatāvagga

Eine Gabe mit sechs Faktoren

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Nun bereitete da gerade Veḷukaṇṭakī, Nandas Mutter, für den Saṅgha der Mönche und Nonnen, angeführt von Sāriputta und Moggallāna, eine religiöse Gabe mit sechs Faktoren vor. Der Buddha sah das mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit und wandte sich an die Mönche und Nonnen:

„Diese Veḷukaṇṭakī, Nandas Mutter, bereitet gerade für den Saṅgha der Mönche und Nonnen, angeführt von Sāriputta und Moggallāna, eine religiöse Gabe mit sechs Faktoren vor.

Und wie besitzt eine religiöse Gabe sechs Faktoren? Drei Faktoren beziehen sich auf die Spenderin und drei auf die Empfänger.

Welche drei Faktoren beziehen sich auf die Spenderin? Da ist eine Spenderin in guter Stimmung, bevor sie gibt, sie ist zuversichtlich, während sie es tut, und danach fühlt sie sich erhoben. Das sind die drei Faktoren, die sich auf die Spenderin beziehen.

Welche drei Faktoren beziehen sich auf die Empfänger? Da sind die Empfänger frei von Gier, Hass und Täuschung, oder sie üben, um davon frei zu werden. Das sind die drei Faktoren, die sich auf die Empfänger beziehen.

Auf diese Art beziehen sich drei Faktoren auf die Spenderin und drei auf die Empfänger. So besitzt eine religiöse Gabe sechs Faktoren.

Es ist nicht leicht, das Verdienst einer solchen Gabe mit sechs Faktoren zu fassen, indem man sagt: ‚So groß ist dieses überfließende Verdienst, dieses überfließende Gute. So viel nährt es das Glück und führt in den Himmel, reift zu Glück heran und bereitet den Weg zum Himmel. So viel führt es zu dem, was erwünscht, willkommen und angenehm ist, zu Nutzen und Glück.‘ Es wird einfach als eine unübersehbare, unermessliche, große Menge an Verdienst gerechnet.

Wie wenn man versuchen würde, die Wassermenge im Weltmeer zu erfassen. Es ist nicht leicht, zu sagen: ‚Es sind so viele Eimer, so viele hundert Eimer, so viele tausend Eimer, so viele hunderttausend Eimer Wasser.‘ Es wird einfach als eine unübersehbare, unermessliche, große Menge an Wasser gerechnet. Ebenso ist es nicht leicht, das Verdienst einer solchen Gabe mit sechs Faktoren zu fassen …

Eine gute Stimmung, bevor man gibt, Zuversicht, wenn man es tut, sich danach erhoben fühlen: das ist das vollkommene Opfer.

Frei von Gier und frei von Hass, frei von Täuschung, unbefleckt, das ist das Feld für das vollkommene Opfer: gezügelte Menschen, die ein geistliches Leben führen.

Du spülst sie ab und gibst dann mit eigener Hand. Dieses Opfer trägt reiche Frucht für dich wie für andere.

Wenn ein verständiger Mensch voll Vertrauen so opfert, das Loslassen im Sinn, wird dieser kluge Mensch in einer glücklichen, erfreulichen Welt wiedergeboren.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).