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AN6.48

5. Das Kapitel mit Dhammika

5. Dhammikavagga

In diesem Leben ersichtlich (2)

Da ging ein gewisser Brahmane zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

„Werter Gotama, man spricht von einer ‚Lehre, die in diesem Leben ersichtlich ist‘. Inwiefern ist die Lehre in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können?“

„Nun, Brahmane, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest. Was denkst du, Brahmane? Wenn Gier in dir ist, verstehst du dann: ‚In mir ist Gier‘? Und wenn keine Gier in dir ist, verstehst du dann: ‚In mir ist keine Gier‘?“

„Ja, werter Herr.“

„Da du das verstehst, ist so die Lehre in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.

Was denkst du, Brahmane? Wenn Hass in dir ist … Täuschung … Befleckungen, die zu körperlichen Handlungen führen … Befleckungen, die zu sprachlichen Äußerungen führen … oder wenn Befleckungen in dir sind, die zu geistigen Regungen führen, verstehst du dann: ‚In mir sind Befleckungen, die zu geistigen Regungen führen‘? Und wenn keine Befleckungen in dir sind, die zu geistigen Regungen führen, verstehst du dann: ‚In mir sind keine Befleckungen, die zu geistigen Regungen führen‘?“

„Ja, werter Herr.“

„Da du das verstehst, ist so die Lehre in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.“

„Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).