← AN

AN6.53

5. Das Kapitel mit Dhammika

5. Dhammikavagga

Beflissenheit

Da ging ein gewisser Brahmane zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

„Werter Gotama, gibt es ein Ding, das, wenn es entwickelt und gemehrt wird, Nutzen sowohl in diesem als auch in künftigen Leben sichert?“

„Das gibt es, Brahmane.“

„Und was ist es?“

„Beflissenheit, Brahmane, ist ein Ding, das, wenn es entwickelt und gemehrt wird, Nutzen sowohl in diesem als auch in künftigen Leben sichert.

Die Fußspuren aller Lebewesen, die laufen, passen in die Fußspur eines Elefanten hinein. Daher gilt die Fußspur des Elefanten als die größte von allen. Ebenso ist Beflissenheit ein Ding, das, wenn es entwickelt und gemehrt wird, Nutzen sowohl in diesem als auch in künftigen Leben sichert.

Die Dachsparren eines Giebelhauses lehnen sich alle zum First, sie streben zum First, treffen sich am First, daher gilt der First als der oberste von allen. Ebenso ist Beflissenheit ein Ding …

Ein Schilfschneider packt die Halme, wenn er sie geschnitten hat, an den Spitzen und schüttelt sie herab, schüttelt sie herum und schüttelt sie aus. Ebenso ist Beflissenheit ein Ding …

Wenn der Stängel eines Mangobüschels abgeschnitten wird, kommen alle Mangos, die an dem Stängel hängen, mit. Ebenso ist Beflissenheit ein Ding …

Alle niederen Herrscher sind Lehnsleute eines Rad-drehenden Herrschers, daher gilt der Rad-drehende Herrscher als der vorderste von allen. Ebenso ist Beflissenheit ein Ding …

Der Glanz aller Sterne wiegt nicht den sechzehnten Teil des Glanzes des Mondes, daher gilt der Glanz des Mondes als der beste von allen. Ebenso ist Beflissenheit ein Ding, das, wenn es entwickelt und gemehrt wird, Nutzen sowohl in diesem als auch in künftigen Leben sichert.

Das ist das eine Ding, das, wenn es entwickelt und gemehrt wird, Nutzen sowohl in diesem als auch in künftigen Leben sichert.“

„Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).