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AN8.1

1. Das Kapitel über Liebe

1. Mettāvagga

Die Vorteile der Liebe

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, wenn man die Erlösung des Herzens durch Liebe gepflegt, entwickelt und gemehrt hat, sie zu seinem Fahrzeug und seiner Grundlage gemacht, sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt hat, kann man acht Vorteile erwarten. Welche acht? Man schläft gut. Man fühlt sich beim Aufwachen froh. Man hat keine schlechten Träume. Man wird von Menschen geliebt. Man wird von nicht-menschlichen Wesen geliebt. Man wird von den Gottheiten beschützt. Feuer, Gift oder Schwert können einem nichts anhaben. Wenn man nicht zu Höherem vordringt, wird man in einer Brahmāwelt wiedergeboren. Diese acht Vorteile kann man erwarten, wenn man die Erlösung des Herzens durch Liebe gepflegt, entwickelt und gemehrt hat, sie zu seinem Fahrzeug und seiner Grundlage gemacht, sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt hat.

Ein achtsamer Mensch, der grenzenlose Liebe entwickelt, schwächt die Fesseln und sieht das Auflösen der Bindungen.

Nur ein einziges Geschöpf zu lieben mit einem von Gehässigkeit freien Herzen, macht einen zu einem wahren Menschen. Durch Anteilnahme für alle Geschöpfe schafft ein edler Mensch Verdienst in Fülle.

Die mächtigen Könige eroberten dieses Land, wanderten umher und spendeten Opfer: Pferde- und Menschenopfer, das ‚Werfen des Jochzapfens‘, das ‚königliche Soma-Trinken‘ und das ‚Ungehinderte‘.

Diese wiegen nicht den sechzehnten Teil des Geistes, der mit Liebe entwickelt wurde, so wie alle Sternbilder nicht den sechzehnten Teil des Mondlichts wiegen.

Töte nicht und stifte nicht andere zum Töten an, erobere nicht und stifte nicht andere zum Erobern an. Mit Liebe zu allen Lebewesen hegst du keine Feindschaft gegen irgendjemanden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).