← AN

AN8.119

11. Abgekürzte Texte, die mit Gier beginnen

11. Rāgapeyyāla

Lehrrede ohne Titel über Gier (2)

„Um Gier unmittelbar zu erkennen, müssen acht Dinge entwickelt werden. Welche acht? Während man Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn man sie meistert, nimmt man wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Während man Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn man sie meistert, nimmt man wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Während man keine Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn man sie meistert, nimmt man wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Während man keine Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn man sie meistert, nimmt man wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Während man keine Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. … gelb, von gelber Farbe … rot, von roter Farbe … Während man keine Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Wenn man sie meistert, nimmt man wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Um Gier unmittelbar zu erkennen, müssen diese acht Dinge entwickelt werden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).