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AN9.6

1. Das Kapitel über das Erwachen

1. Sambodhivagga

Sich anschließen

Da wandte sich der Ehrwürdige Sāriputta an die Mönche und Nonnen:

„Geehrte, ihr sollt zwei Arten von Personen unterscheiden: die, denen ihr euch anschließen sollt, und die, denen ihr euch nicht anschließen sollt. Ihr sollt zwei Arten von Roben unterscheiden: die, die ihr tragen sollt, und die, die ihr nicht tragen sollt. Ihr sollt zwei Arten von Almosen unterscheiden: das, das ihr essen sollt, und das, das ihr nicht essen sollt. Ihr sollt zwei Arten von Unterkünften unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt. Ihr sollt zwei Arten von Dörfern oder Marktflecken unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt. Ihr sollt zwei Arten von Ländern unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.

‚Ihr sollt zwei Arten von Personen unterscheiden: die, denen ihr euch anschließen sollt, und die, denen ihr euch nicht anschließen sollt.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Nun, wenn ihr von einer Person erkennt: ‚Wenn ich mich dieser Person anschließe, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern; und die lebensnotwendigen Dinge, die Hauslose benötigen – Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung – sind schwer zu bekommen; und das Ziel des Asketenlebens, für das ich aus dem Haus fortgezogen bin ins hauslose Leben, wird nicht vollständig entwickelt‘ – in diesem Fall sollt ihr diese Person eben zu der Tages- oder Nachtzeit verlassen, ohne zu fragen. Ihr sollt ihr nicht folgen.

Wenn ihr hingegen von einer Person erkennt: ‚Wenn ich mich dieser Person anschließe, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern; aber die lebensnotwendigen Dinge, die Hauslose benötigen – Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung – sind leicht zu bekommen; doch das Ziel des Asketenlebens, für das ich aus dem Haus fortgezogen bin ins hauslose Leben, wird nicht vollständig entwickelt‘ – in diesem Fall sollt ihr diese Person nach Abschätzung verlassen, ohne zu fragen. Ihr sollt ihr nicht folgen.

Nun, wenn ihr von einer Person erkennt: ‚Wenn ich mich dieser Person anschließe, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an; aber die lebensnotwendigen Dinge, die Hauslose benötigen – Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung – sind schwer zu bekommen; doch das Ziel des Asketenlebens, für das ich aus dem Haus fortgezogen bin ins hauslose Leben, wird vollständig entwickelt‘ – in diesem Fall sollt ihr dieser Person nach Abschätzung folgen. Ihr sollt sie nicht verlassen.

Wenn ihr hingegen von einer Person erkennt: ‚Wenn ich mich dieser Person anschließe, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an; und die lebensnotwendigen Dinge, die Hauslose benötigen – Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung – sind leicht zu bekommen; und das Ziel des Asketenlebens, für das ich aus dem Haus fortgezogen bin ins hauslose Leben, wird vollständig entwickelt‘ – in diesem Fall sollt ihr dieser Person folgen, solange ihr lebt. Ihr sollt sie nicht verlassen, selbst wenn ihr fortgeschickt werdet. ‚Ihr sollt zwei Arten von Personen unterscheiden: die, denen ihr euch anschließen sollt, und die, denen ihr euch nicht anschließen sollt.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‚Ihr sollt zwei Arten von Roben unterscheiden: die, die ihr tragen sollt, und die, die ihr nicht tragen sollt.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Nun, wenn ihr von einer Robe erkennt: ‚Wenn ich diese Robe trage, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollt ihr diese Robe nicht tragen. Wenn ihr hingegen von einer Robe erkennt: ‚Wenn ich diese Robe trage, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollt ihr diese Robe tragen. ‚Ihr sollt zwei Arten von Roben unterscheiden: die, die ihr tragen sollt, und die, die ihr nicht tragen sollt.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‚Ihr sollt zwei Arten von Almosen unterscheiden: das, das ihr essen sollt, und das, das ihr nicht essen sollt.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Nun, wenn ihr von einem Almosen erkennt: ‚Wenn ich dieses Almosen esse, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollt ihr dieses Almosen nicht essen. Wenn ihr hingegen von einem Almosen erkennt: ‚Wenn ich dieses Almosen esse, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollt ihr dieses Almosen essen. ‚Ihr sollt zwei Arten von Almosen unterscheiden: das, das ihr essen sollt, und das, das ihr nicht essen sollt.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‚Ihr sollt zwei Arten von Unterkünften unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Nun, wenn ihr von einer Unterkunft erkennt: ‚Wenn ich diese Unterkunft aufsuche, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollt ihr diese Unterkunft nicht aufsuchen. Wenn ihr hingegen von einer Unterkunft erkennt: ‚Wenn ich diese Unterkunft aufsuche, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollt ihr diese Unterkunft aufsuchen. ‚Ihr sollt zwei Arten von Unterkünften unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‚Ihr sollt zwei Arten von Dörfern oder Marktflecken unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Nun, wenn ihr von einem Dorf oder Marktflecken erkennt: ‚Wenn ich dieses Dorf oder diesen Marktflecken aufsuche, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollt ihr dieses Dorf oder diesen Marktflecken nicht aufsuchen. Wenn ihr hingegen von einem Dorf oder Marktflecken erkennt: ‚Wenn ich dieses Dorf oder diesen Marktflecken aufsuche, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollt ihr dieses Dorf oder diesen Marktflecken aufsuchen. ‚Ihr sollt zwei Arten von Dörfern oder Marktflecken unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‚Ihr sollt zwei Arten von Ländern unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Nun, wenn ihr von einem Land erkennt: ‚Wenn ich dieses Land aufsuche, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollt ihr dieses Land nicht aufsuchen. Wenn ihr hingegen von einem Land erkennt: ‚Wenn ich dieses Land aufsuche, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollt ihr dieses Land aufsuchen. ‚Ihr sollt zwei Arten von Ländern unterscheiden: die, die ihr aufsuchen sollt, und die, die ihr nicht aufsuchen sollt.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).