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SNP1.2

Der reiche Viehzüchter

Dhaniyasutta

„Ich habe meinen Reis gekocht und meine Milch gemolken“, sagte Dhaniya der Viehzüchter, „ich bleibe mit meiner Familie am Ufer der Mahī. Meine Hütte ist gedeckt, mein heiliges Feuer entzündet: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Ich koche nicht vor Wut, habe die Öde zurückgelassen“, sagte der Buddha, „ich bleibe eine Nacht am Ufer der Mahī. Meine Hütte ist weit offen, mein Feuer verloschen: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Keine Bremsen und Stechmücken gibt es hier“, sagte Dhaniya der Viehzüchter, „Kühe grasen auf dem üppigen Gras der Wiesen. Sie kommen zurecht, auch wenn der Regen fällt: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Ich band ein Floß zusammen und machte es gut“, sagte der Buddha, „und mit ihm setzte ich über, erreichte das andere Ufer und vertrieb die Flut. Nun brauche ich kein Floß mehr: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Meine Frau ist gehorsam, nicht zügellos“, sagte Dhaniya der Viehzüchter, „lange haben wir glücklich zusammengelebt. Ich höre nichts Schlechtes über sie: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Mein Geist ist gehorsam und befreit“, sagte der Buddha, „lange wurde er genährt und gut gezähmt. Nichts Schlechtes ist in mir zu finden: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Selbständig erarbeite ich meinen Lohn“, sagte Dhaniya der Viehzüchter, „und meine gesunden Kinder tun ebenso. Ich höre nichts Schlechtes über sie: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Ich bin niemandes Lakai“, sagte der Buddha, „mit dem, was ich verdient habe, wandere ich durch die Welt. Ich brauche keinen Lohn mehr: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Ich habe Färsen und Milchkälber“, sagte Dhaniya der Viehzüchter, „trächtige Kühe und Kühe für die Zucht. Ich habe auch einen Stier, den Herdenführer: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Ich habe keine Färsen oder Milchkälber“, sagte der Buddha, „keine trächtigen Kühe oder Kühe für die Zucht. Ich habe keinen Stier, keinen Herdenführer: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Die Pfosten sind gut eingeschlagen, unerschütterlich“, sagte Dhaniya der Viehzüchter, „die Halfter aus Binsen sind neu und gut gefertigt, nicht einmal die Kälber können sie zerreißen: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

„Wie ein Stier, der die Fesseln durchbrach“, sagte der Buddha, „wie ein Elefant, so zerriss ich die Ranke. Ich werde nie mehr in einem Schoß liegen: Drum regnet herab, ihr Himmel, wenn ihr wollt.“

Eben da regnete eine große Gewitterwolke herab und tränkte Niederungen und Hochland. Als er die Himmel regnen hörte, sagte Dhaniya:

„Es ist kein geringes Glück für uns, dass wir den Buddha gesehen haben. Wir nehmen Zuflucht zu dir, Klaräugiger. Du großer Weiser, bitte sei unser Lehrer.

Meine Frau und ich werden gehorsam unter dem Heiligen das geistliche Leben führen. Wenn wir über Geburt und Tod hinausgegangen sind, werden wir dem Leiden ein Ende machen.“

„Kinder bringen euch Entzücken!“, sagte Māra der Böse, „Auch Vieh bringt Entzücken für euch! Denn Bindungen sind Entzücken für einen Mann; ohne Bindungen gibt es kein Entzücken.“

„Kinder bringen euch Kummer!“, sagte der Buddha, „Auch Vieh bringt Kummer für euch! Denn Bindungen sind Kummer für einen Mann; ohne Bindungen gibt es keinen Kummer.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).