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SNP3.10

Mit Kokālika

Kokālikasutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da ging der Mönch Kokālika zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Herr, Sāriputta und Moggallāna haben unlautere Wünsche. Sie sind in den Bann unlauterer Wünsche geraten.“

Daraufhin sagte der Buddha zu Kokālika: „Sag das nicht, Kokālika! Sag das nicht, Kokālika! Habe Zuversicht zu Sāriputta und Moggallāna, sie sind gute Mönche.“

Zum zweiten Mal … und zum dritten Mal sagte Kokālika zum Buddha: „Trotz meines Vertrauens zum Buddha: Sāriputta und Moggallāna haben unlautere Wünsche. Sie sind in den Bann unlauterer Wünsche geraten.“ Zum dritten Mal sagte der Buddha zu Kokālika: „Sag das nicht, Kokālika! Sag das nicht, Kokālika! Habe Zuversicht zu Sāriputta und Moggallāna, sie sind gute Mönche.“

Da erhob sich Kokālika von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging. Nicht lange, nachdem er gegangen war, brachen aus seinem Körper senfkorngroße Eiterherde hervor. Die Eiterherde wuchsen auf die Größe von Mungobohnen an, dann auf die Größe von Kichererbsen, Brustbeerkernen, Brustbeeren, Amlas, unreifen Dattelpflaumen und dann auf die Größe von reifen Dattelpflaumen. Schließlich brachen sie auf, und Eiter und Blut quollen heraus. Dann starb der Mönch Kokālika an jener Krankheit. Er wurde wegen seines Grolls auf Sāriputta und Moggallāna in der Hölle des Rosafarbenen Lotus wiedergeboren.

Dann kam spät in der Nacht der strahlende Brahmā Sahampati, der mit seiner Schönheit Jetas Wäldchen weithin erhellte, zum Buddha, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Herr, der Mönch Kokālika ist gestorben. Er wurde wegen seines Grolls auf Sāriputta und Moggallāna in der Hölle des Rosafarbenen Lotus wiedergeboren.“ Das sagte der Brahmā Sahampati. Dann verbeugte er sich, umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und verschwand eben dort.

Als dann die Nacht vorüber war, berichtete der Buddha den Mönchen und Nonnen, was vorgefallen war.

Daraufhin sagte einer der Mönche zum Buddha: „Herr, wie lang ist die Lebensdauer in der Hölle des Rosafarbenen Lotus?“ „Sie ist lang, Mönch. Es ist nicht leicht, zu berechnen, wie viele Jahre, wie viele hundert Jahre, wie viele tausend Jahre oder wie viele hunderttausend Jahre sie dauert.“ „Aber Herr, ist es möglich, dafür ein Gleichnis zu geben?“ „Das ist möglich“, sagte der Buddha.

„Angenommen, da wäre eine Kosaler Ladung von zwanzig Bündeln Sesamsamen. Und alle hundert Jahre würde jemand ein einzelnes Sesamkorn davon wegnehmen. Auf diese Art würde die Kosaler Ladung von zwanzig Bündeln Sesamsamen schneller zu Ende gehen als ein einziges Leben in der Abbuda-Hölle. Und zwanzig Leben in der Abbuda-Hölle entsprechen einem Leben in der Nirabbuda-Hölle. Zwanzig Leben in der Nirabbuda-Hölle entsprechen einem Leben in der Ababa-Hölle. Zwanzig Leben in der Ababa-Hölle entsprechen einem Leben in der Aṭaṭa-Hölle. Zwanzig Leben in der Aṭaṭa-Hölle entsprechen einem Leben in der Ahaha-Hölle. Zwanzig Leben in der Ahaha-Hölle entsprechen einem Leben in der Hölle des Gelben Lotus. Zwanzig Leben in der Hölle des Gelben Lotus entsprechen einem Leben in der Hölle der Duftenden Seerose. Zwanzig Leben in der Hölle der Duftenden Seerose entsprechen einem Leben in der Hölle der Blauen Seerose. Zwanzig Leben in der Hölle der Blauen Seerose entsprechen einem Leben in der Hölle des Weißen Lotus. Zwanzig Leben in der Hölle des Weißen Lotus entsprechen einem Leben in der Hölle des Rosafarbenen Lotus. Der Mönch Kokālika wurde wegen seines Grolls auf Sāriputta und Moggallāna in der Hölle des Rosafarbenen Lotus wiedergeboren.“ Das sagte der Buddha. Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

„Ein Mensch wird geboren mit einer Axt im Mund. Ein Tor verletzt sich damit selbst, wenn er schlechte Worte spricht.

Wenn du lobst, die Tadel verdienen, oder tadelst, die Lob verdienen, wählst du mit dem Mund einen Verlierergriff: So wirst du nie glücklich sein.

Ein Verlierergriff beim Würfeln ist belanglos, wenn du nur dein Geld verlierst und allen Besitz, sogar dich selbst. Der wirklich schlimme Verlierergriff liegt darin, die Heiligen zu hassen.

Für hunderttausend mal hundert Millionen mal fünfhundert Jahre und weitere sechsunddreißig mal tausend mal zehn Millionen Jahre kommt in die Hölle, wer die Edlen verleumdet, wer böse Worte und Gedanken auf sie gerichtet hat.

Ein Lügner kommt in die Hölle, und auch einer, der leugnet, was er getan hat. Im Jenseits sind beide gleich, diese Menschen, die Gemeines tun.

Auf jeden, der einem Unrecht tut, der kein Unrecht getan hat, einem reinen Mann ohne Makel, auf diesen Toren schlägt das Böse zurück wie feiner Staub, der gegen den Wind geworfen wird.

Wer dem Weg der Gier verfallen ist, beschimpft mit seiner Rede andere, ohne Vertrauen, knauserig, kleinlich, geizig, dem Entzweien verfallen.

Unflätig, Zwietracht säend, unedel, ein Kindsmörder, böse, der Schlechtes tut, Schlimmster der Menschen, verflucht, ein Bastard – genug geredet jetzt, du bist für die Hölle bestimmt.

Du wirbelst Staub auf, richtest Schaden an, wenn du Sünder die Guten schlechtmachst. Da du viel Schlechtes getan hast, wirst du für lange Zeit in die Grube fahren.

Denn niemandes Taten gehen je verloren, sie kehren zu ihrem Eigentümer zurück. Im nächsten Leben sieht dieser einfältige Sünder Leiden für sich selbst.

Er nähert sich dem Ort, wo mit eisernen Spießen, scharfen Klingen und Eisenpflöcken durchbohrt wird. Dann gibt es passendes Essen, das wie eine rot glühende Eisenkugel ist.

Denn die Sprecher sprechen nicht melodisch, sie eilen nicht dorthin und finden keinen Schutz. Sie liegen auf einem Bett aus glühenden Kohlen, kommen in eine lodernde Feuersbrunst.

Sie wickeln sie in ein Netz und schlagen mit Eisenhämmern auf sie ein. Sie kommen in blind machende Dunkelheit, die sich wie Nebel über sie legt.

Dann kommen sie in einen Kupferkessel, eine lodernde Feuersbrunst. Dort schmoren sie lange Zeit, winden sich in der Feuersbrunst.

Dann schmort der Sünder dort in einer Mischung aus Eiter und Blut. Wo er sich auch niederlässt, ist jede Berührung dort schmerzhaft.

Der Sünder schmort in Wasser, das voller Maden ist. Es gibt nicht einmal ein Ufer, zu dem er gehen könnte, denn ringsumher stehen Kessel der gleichen Art.

Er kommt in den Schwertblätter-Wald, so scharf, dass sie den Körper in Stücke schneiden. Sie fassen die Zunge mit einem Haken und stechen hinein, schlitzen sie in alle Richtungen auf.

Dann gelangen sie an den unpassierbaren Fluss Vetaraṇī mit seinen scharfen Klingen, den Rasierklingen. Einfaltspinsel fallen hinein, die Bösen, die Böses getan haben.

Braune und gefleckte Hunde, Schwärme von Raben und gierige Schakale verschlingen sie hier, während sie jammern, und Habichte und Krähen hacken nach ihnen.

Schwer, ach, ist hier das Leben, das Sünder erdulden. Daher soll ein Mensch für den Rest dieses Lebens fehlerlos seine Pflicht tun.

Kenner haben die Sesamladungen berechnet, wie sie mit der Hölle des Rosafarbenen Lotus verglichen werden. Denn es gibt fünf mal zehntausend mal zehn Millionen, dazu weitere zwölfhundert mal zehn Millionen Jahre –

so schmerzhaft das Leben in der Hölle sein soll, so lange muss man dort verweilen. Daher gilt für die Reinen von gutem Verhalten, voller guter Eigenschaften: Stets soll man Rede und Geist beschützen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).