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SNP4.5

Acht über das Höchste

Paramaṭṭhakasutta

Wenn ein Geborener, der behauptet, seine Ansicht sei die „höchste“, diese als die höchste in der Welt ausmacht, dann erklärt er alle anderen für „geringer“; daher ist er nicht über Streit erhaben.

Wenn er in Gesehenem, Gehörtem oder Gedachtem oder in Regeln und Gelübden einen Vorteil für sich sieht, in diesem Fall nimmt er nur dieses an und betrachtet alles andere als geringer.

Auch das sei ein Knoten, sagen die, die bewandert sind, wenn man sich auf eines stützt und anderes als geringer ansieht. Darum soll sich ein Mönch nicht auf Gesehenes, Gehörtes oder Gedachtes noch auf Regeln und Gelübde stützen.

Auch würde er sich nicht durch eine Auffassung oder durch Regeln und Gelübde eine Ansicht über die Welt schaffen. Er würde sich nie als „gleich“ darstellen noch sich andere als „geringer“ oder „besser“ vorstellen.

Was aufgenommen wurde, wurde niedergelegt und wird nicht wieder ergriffen; er macht sich auch von einer Auffassung nicht abhängig. Er schließt sich bei Splittergruppen keiner Seite an und glaubt an überhaupt keine Ansicht.

Wer hier nach keinem von beiden Enden verlangt, nach keinem Daseinszustand, hier oder im Jenseits, hat nach Bewertung unter den Lehren überhaupt kein Dogma angenommen.

Bei ihm wird nicht die winzigste Idee entworfen in Bezug auf Gesehenes, Gehörtes oder Gedachtes. Dieser Brahmane ergreift keine Ansicht – wie könnte irgendjemand in der Welt ihn verurteilen?

Er denkt sich nichts aus, wirbt für nichts und schließt sich keiner der Doktrinen an. Der Brahmane muss nicht von Regeln und Gelübden geleitet werden; zum andern Ufer gegangen, kehrt ein Solcher nicht zurück.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).