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SNP5.19

Den Weg zum anderen Ufer bewahren

Pārāyanānugītigāthā

„Ich werde fortfahren, den Weg zum anderen Ufer aufzusagen“, sagte der Ehrwürdige Piṅgiya, „der gelehrt wurde, wie er von dem Unbefleckten mit ausgedehntem Verstand gesehen wurde. Frei von Sinnenlust, ohne Verwicklungen, ein spiritueller Riese: Warum sollte er die Unwahrheit sprechen?

Kommt, lasst mich ihn, der Flecken und Täuschung, Einbildung und Verachtung aufgegeben, mit süßen Lobesworten rühmen.

Der Buddha, All-Seher, der die Dunkelheit vertreibt, ist zum Ende der Welt gegangen, jenseits aller Wiedergeburten; er ist frei von Befleckungen und hat alles Leiden aufgegeben: Der zu Recht Brahmane heißt, er wird von mir verehrt.

Wie ein Vogel, der ein kleines Unterholz flieht, um im Wald zu wohnen, der von Früchten überquillt, so habe ich das Kurzsichtige hinter mir gelassen, wie ein Schwan, der zu einem großen Fluss gekommen ist.

Die, die mir Dinge erklärten, bevor ich Gotamas Lehre traf, sagten ‚so war es‘ oder ‚so wird es sein‘. All das war bloß ein Zeugnis vom Hörensagen; all das nährte bloß Spekulationen.

Er allein, der die Dunkelheit vertreibt, ist glänzend, eine Leuchte: Gotama mit ausgedehnter Weisheit, Gotama mit ausgedehntem Verstand.

Er hat mich den Dhamma gelehrt, der in diesem Leben ersichtlich ist, unmittelbar wirksam, das Unbeschwerte, die Auflösung des Verlangens, zu der es keinen Vergleich gibt.“

„Warum wolltest du auch nur für eine Weile von ihm getrennt sein, Piṅgiya, von Gotama mit ausgedehnter Weisheit, von Gotama mit ausgedehntem Verstand?

Er hat dich den Dhamma gelehrt, der in diesem Leben ersichtlich ist, unmittelbar wirksam, das Unbeschwerte, die Auflösung des Verlangens, zu der es keinen Vergleich gibt.“

„Ich bin nie auch nur für eine Weile von ihm getrennt, Brahmane, von Gotama mit ausgedehnter Weisheit, von Gotama mit ausgedehntem Verstand.

Er hat mich den Dhamma gelehrt, der in diesem Leben ersichtlich ist, unmittelbar wirksam, das Unbeschwerte, die Auflösung des Verlangens, zu der es keinen Vergleich gibt.

Indem ich beflissen bin, sehe ich ihn Tag und Nacht vor meinem geistigen Auge. Die Nacht verbringe ich in Verehrung für ihn, so denke ich, ich bin bei ihm.

Mein Vertrauen, meine Freude, meine Absicht, meine Achtsamkeit schweifen nie von Gotamas Lehre ab. Ich verbeuge mich in jede Richtung, in die der von ausgedehnter Weisheit geht.

Ich bin alt und schwach, daher kann mein Körper nicht hingehen, aber ich reise stets in Gedanken, denn mein Geist, Brahmane, ist mit ihm verbunden.

Ich lag zappelnd im Sumpf und trieb von Insel zu Insel. Dann sah ich den Buddha, den Unbefleckten, der die Flut überquert hat.“

„So wie Vakkali sich dem Vertrauen geweiht hatte, wie auch Bhadrāvudha und Gotama von Āḷavī, so solltest auch du dich dem Vertrauen weihen. Du wirst dem Reich des Todes entkommen, Piṅgiya.“

„Mein Vertrauen wächst, wenn ich die Worte des Abgeklärten höre, des Buddha, der den Schleier abgestreift hat, der so gütig und wortgewandt ist.

Alles über Götter hat er unmittelbar erkannt, er versteht alles von oben bis unten, der Lehrer, der alle Fragen beendet für die, die ihren Zweifel zugeben.

Das Nicht-Wankende, das Unerschütterliche: das, wozu es keinen Vergleich gibt – sicher will ich dahin gehen, daran habe ich keinen Zweifel. Behalte mich als einen in Erinnerung, dessen Geist entschlossen ist.“

Der Lehrreden-Sammelband ist vollständig.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).