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THAG16.5

Das Zwanzigerbuch

Vīsatinipāta

1. Das erste Kapitel

Māluṅkyaputta (2)

Wenn du ein Bild siehst und die Achtsamkeit verlierst, richtest du den Geist auf ein anziehendes Merkmal. Indem du ihn mit begehrlichem Geist erfährst, hältst du weiter daran fest.

Aus Bildern entstehen viele Gefühle. Durch Begehrlichkeit und Grausamkeit wird der Geist geschädigt. Wenn du so Leiden anhäufst, heißt es, du seist vom Erlöschen weit entfernt.

Wenn du einen Ton hörst und die Achtsamkeit verlierst, richtest du den Geist auf ein anziehendes Merkmal. Indem du ihn mit begehrlichem Geist erfährst, hältst du weiter daran fest.

Aus Tönen entstehen viele Gefühle. Durch Begehrlichkeit und Grausamkeit wird der Geist geschädigt. Wenn du so Leiden anhäufst, heißt es, du seist vom Erlöschen weit entfernt.

Wenn du einen Geruch riechst und die Achtsamkeit verlierst, richtest du den Geist auf ein anziehendes Merkmal. Indem du ihn mit begehrlichem Geist erfährst, hältst du weiter daran fest.

Aus Gerüchen entstehen viele Gefühle. Durch Begehrlichkeit und Grausamkeit wird der Geist geschädigt. Wenn du so Leiden anhäufst, heißt es, du seist vom Erlöschen weit entfernt.

Wenn du einen Geschmack schmeckst und die Achtsamkeit verlierst, richtest du den Geist auf ein anziehendes Merkmal. Indem du ihn mit begehrlichem Geist erfährst, hältst du weiter daran fest.

Aus Geschmäcken entstehen viele Gefühle. Durch Begehrlichkeit und Grausamkeit wird der Geist geschädigt. Wenn du so Leiden anhäufst, heißt es, du seist vom Erlöschen weit entfernt.

Wenn du eine Berührung empfindest und die Achtsamkeit verlierst, richtest du den Geist auf ein anziehendes Merkmal. Indem du sie mit begehrlichem Geist erfährst, hältst du weiter daran fest.

Aus Berührungen entstehen viele Gefühle. Durch Begehrlichkeit und Grausamkeit wird der Geist geschädigt. Wenn du so Leiden anhäufst, heißt es, du seist vom Erlöschen weit entfernt.

Wenn du eine Vorstellung erkennst und die Achtsamkeit verlierst, richtest du den Geist auf ein anziehendes Merkmal. Indem du sie mit begehrlichem Geist erfährst, hältst du weiter daran fest.

Aus Vorstellungen entstehen viele Gefühle. Durch Begehrlichkeit und Grausamkeit wird der Geist geschädigt. Wenn du so Leiden anhäufst, heißt es, du seist vom Erlöschen weit entfernt.

Wenn du ein Bild mit Achtsamkeit siehst, gibt es kein Begehren von Bildern. Indem du es mit von Begehren freiem Geist erfährst, hältst du nicht weiter daran fest.

Selbst wenn du ein Bild siehst und mit dem Gefühl, das es auslöst, vertraut wirst, trägst du ab und häufst nicht an: So lebt man achtsam. Wenn du so Leiden abträgst, heißt es, du seist dem Erlöschen nahegekommen.

Wenn du einen Ton mit Achtsamkeit hörst, gibt es kein Begehren von Tönen. Indem du ihn mit von Begehren freiem Geist erfährst, hältst du nicht weiter daran fest.

Selbst wenn du einen Ton hörst und mit dem Gefühl, das er auslöst, vertraut wirst, trägst du ab und häufst nicht an: So lebt man achtsam. Wenn du so Leiden abträgst, heißt es, du seist dem Erlöschen nahegekommen.

Wenn du einen Geruch mit Achtsamkeit riechst, gibt es kein Begehren von Gerüchen. Indem du ihn mit von Begehren freiem Geist erfährst, hältst du nicht weiter daran fest.

Selbst wenn du einen Geruch riechst und mit dem Gefühl, das er auslöst, vertraut wirst, trägst du ab und häufst nicht an: So lebt man achtsam. Wenn du so Leiden abträgst, heißt es, du seist dem Erlöschen nahegekommen.

Wenn du einen Geschmack mit Achtsamkeit schmeckst, gibt es kein Begehren von Geschmäcken. Indem du ihn mit von Begehren freiem Geist erfährst, hältst du nicht weiter daran fest.

Selbst wenn du einen Geschmack schmeckst und mit dem Gefühl, das er auslöst, vertraut wirst, trägst du ab und häufst nicht an: So lebt man achtsam. Wenn du so Leiden abträgst, heißt es, du seist dem Erlöschen nahegekommen.

Wenn du eine Berührung mit Achtsamkeit empfindest, gibt es kein Begehren von Berührungen. Indem du sie mit von Begehren freiem Geist erfährst, hältst du nicht weiter daran fest.

Selbst wenn du eine Berührung empfindest und mit dem Gefühl, das sie auslöst, vertraut wirst, trägst du ab und häufst nicht an: So lebt man achtsam. Wenn du so Leiden abträgst, heißt es, du seist dem Erlöschen nahegekommen.

Wenn du eine Vorstellung mit Achtsamkeit erkennst, gibt es kein Begehren von Vorstellungen. Indem du sie mit von Begehren freiem Geist erfährst, hältst du nicht weiter daran fest.

Selbst wenn du eine Vorstellung erkennst und mit dem Gefühl, das sie auslöst, vertraut wirst, trägst du ab und häufst nicht an: So lebt man achtsam. Wenn du so Leiden abträgst, heißt es, du seist dem Erlöschen nahegekommen.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).