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THAG7.1

Das Siebenerbuch

Sattakanipāta

1. Das erste Kapitel

Sundarasamudda

Mit Juwelen geschmückt und herausgeputzt, mit ihrem Kranz und ihrem Schmuck, und mit leuchtend rot gefärbten Füßen: Die Dirne trug Pantoffeln.

Sie nahm vor mir die Pantoffeln ab, legte ihre Hände zum Gruß zusammen, lächelnd sprach sie zu mir so sanft und so süß:

„Du bist zu jung zum Fortziehen – komm, bleibe in meiner Lehre! Genieße menschliche Sinnenfreuden, ich will dir Reichtümer geben. Ich verspreche, dies ist die Wahrheit – ich schwöre bei der heiligen Flamme.

Und wenn wir zusammen alt geworden sind und uns beide auf Stöcke stützen, dann wollen wir beide fortziehen und einen perfekten Griff auf beiden Seiten tun.“

Ich sah die Dirne, die mich verführte, ihre Hände zum Gruß zusammengelegt, mit Juwelen geschmückt und herausgeputzt, wie die Schlinge des Todes, die ausgelegt war.

Da kam durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes die Erkenntnis in mir auf – die Gefahr wurde klar und ich wurde gründlich ernüchtert.

Dann war mein Geist befreit – sieh’ die Exzellenz der Lehre! Das dreifache Wissen habe ich verwirklicht und die Anleitung des Buddha erfüllt.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).