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THAG8.1

Das Achterbuch

Aṭṭhakanipāta

1. Das erste Kapitel

Mahākaccāyana

Lass dich nicht in viel Arbeit verwickeln, meide Menschen und versuche nicht, Dinge zu erwerben. Wenn du begierig und hungrig nach Geschmäcken bist, wirst du das Ziel, das solches Glück bringt, verfehlen.

Man weiß, es ist wirklich ein Sumpf, diese Ehrerbietung und Verehrung bei achtbaren Familien. Ehrerbietung ist ein subtiler Pfeil, schwer herauszuziehen und für den Frevler schwer aufzugeben.

Nicht wegen dem, was andere tun, sind die Taten eines Sterblichen schlecht. Du selbst sollst nichts Schlechtes tun, denn Taten sind Angehörige der Sterblichen.

Du bist kein Räuber wegen dem, was andere sagen, du bist kein Weiser wegen dem, was andere sagen; doch so, wie du dich selbst kennst, so werden die Götter dich kennen.

Wenn andere das nicht verstehen, so wollen wir, die wir verstehen, uns in dieser Hinsicht zügeln; denn so wird Unfrieden beigelegt.

Ein weiser Mensch lebt weiter, auch wenn er Vermögen verloren hat; doch ohne Weisheit zu gewinnen, lebt selbst ein reicher Mensch nicht wirklich.

Alles hört man mit dem Ohr, alles sieht man mit dem Auge; der Bedächtige soll Gesehenes und Gehörtes nicht verwerfen.

Obwohl du Augen hast, sei wie ein Blinder; obwohl du Ohren hast, sei wie ein Tauber; obwohl du Weisheit besitzt, sei wie ein Stummer; obwohl du Kraft besitzt, sei wie ein Schwacher. Und wenn ein Streitfall aufkommt, liege still wie eine Leiche.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).