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UD3.9

Handwerk

Sippasutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da saßen nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkamen, mehrere Mönche und Nonnen im Pavillon beisammen, und dieses Gespräch kam unter ihnen auf: „Geehrte, wer beherrscht ein Handwerk? Wer erlernt welches Handwerk? Welches ist das beste Handwerk?“

Darauf antworteten manche, das Elefantenhandwerk sei das beste Handwerk. Andere sagten, das Pferdehandwerk, das Wagenhandwerk, das Handwerk des Bogenschießens, das Handwerk des Schwertkampfs, das Handwerk der Arithmetik, das Buchhaltungshandwerk, das Rechenhandwerk, das Schreibhandwerk, das Dichterhandwerk, das Handwerk der Kosmologie oder das Handwerk der Geomantik sei das beste Handwerk. Doch an dieser Stelle wurde die Unterhaltung zwischen diesen Mönchen und Nonnen unterbrochen.

Der Buddha kam am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Pavillon. Er setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz und wandte sich an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen, worüber habt ihr gerade gesprochen, als ihr hier beisammensaßt? Welches Gespräch wurde unterbrochen?“

Da berichteten die Mönche und Nonnen, worüber sie gesprochen hatten. Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, für ehrbare Menschen wie ihr, die aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen sind ins hauslose Leben, ist es nicht angebracht, über solche Dinge zu sprechen. Wenn ihr beisammensitzt, solltet ihr eins von zwei Dingen tun: über die Lehre sprechen oder edles Schweigen bewahren.“

Und da er diese Sache verstand, drückte der Buddha bei dieser Gelegenheit dieses innige Gefühl aus:

„Ohne das Handwerk leben, leicht, das Gute wünschen, die Sinne gezügelt, in jeder Hinsicht frei, ein Streuner ohne Unterschlupf, selbstlos, der keine Hoffnung braucht, die Einbildung aufgegeben, wandert er allein: Das ist ein Mönch.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).