← SN

SN1.37

4. Das Kapitel über die Schar der Hundert Schmeicheleien

4. Satullapakāyikavagga

Die Zusammenkunft

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer im Großen Wald bei Kapilavatthu auf, zusammen mit einem großen Saṅgha von fünfhundert Mönchen und Nonnen, die alle Vollendete waren. Und die meisten Gottheiten aus zehn Sonnensystemen hatten sich versammelt, um den Buddha und den Saṅgha der Mönche und Nonnen zu sehen.

Da dachten vier Gottheiten aus den reinen Aufenthalten, die das Geschehen erfassten: „Warum gehen wir nicht zum Buddha und sagen in seiner Gegenwart jeder eine Strophe auf?“

Und so leicht, wie ein kräftiger Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwanden sie aus den reinen Aufenthalten und erschienen wieder vor dem Buddha. Sie verbeugten sich vor dem Buddha und stellten sich zur Seite hin. Und eine Gottheit sagte in Gegenwart des Buddha diese Strophe auf:

„Eine große Zusammenkunft ist da im Wald, wo himmlische Scharen sich versammelt haben. Wir sind zu dieser rechtschaffenen Zusammenkunft gekommen, um den unüberwindlichen Saṅgha zu sehen!“

Darauf sagte eine andere Gottheit in Gegenwart des Buddha diese Strophe auf:

„Die Mönche sind da im Samādhi versunken, ihren Geist haben sie ausgerichtet. Wie ein Wagenlenker, der die Zügel hält, so zügeln die klugen Menschen ihre Sinne.“

Darauf sagte eine andere Gottheit in Gegenwart des Buddha diese Strophe auf:

„Den Pflock rissen sie ab und die Querlatte rissen sie ab, unbewegt rissen sie Indras Säule heraus. Rein und unbefleckt leben sie, die jungen Riesen, die der Klaräugige gezähmt hat.“

Darauf sagte eine andere Gottheit in Gegenwart des Buddha diese Strophe auf:

„Wer zum Buddha Zuflucht genommen hat, wird nicht zu den Verlorenen gehen. Wenn er diesen menschlichen Körper aufgegeben hat, wird er die Scharen der Götter mehren.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).