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SN12.18

2. Das Kapitel über Nahrung

2. Āhāravagga

Mit Timbaruka

In Sāvatthī.

Da ging der Wanderer Timbaruka zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

„Nun, werter Gotama, werden Glück und Schmerz von einem selbst gemacht?“

„So nicht, Timbaruka“, sagte der Buddha.

„Dann werden Glück und Schmerz von jemand anderem gemacht?“

„So nicht, Timbaruka“, sagte der Buddha.

„Nun, werden Glück und Schmerz sowohl von einem selbst als auch von jemand anderem gemacht?“

„So nicht, Timbaruka“, sagte der Buddha.

„Dann entstehen Glück und Schmerz durch eine Abweichung, weder von einem selbst noch von jemand anderem gemacht?“

„So nicht, Timbaruka“, sagte der Buddha.

„Nun, gibt es so etwas wie Glück und Schmerz nicht?“

„Es ist nicht so, dass es Glück und Schmerz nicht gäbe. Es gibt Glück und Schmerz.“

„Dann erkennt und sieht der werte Gotama Glück und Schmerz nicht?“

„Es ist nicht so, dass ich Glück und Schmerz nicht erkennen oder sehen würde. Ich erkenne Glück und Schmerz, ich sehe Glück und Schmerz.“

„Werter Gotama, wenn du all das gefragt wirst, sagst du: ‚So nicht.‘ Und doch sagst du, es gebe so etwas wie Glück und Schmerz. Und du sagst, du erkennst Glück und Schmerz und du siehst Glück und Schmerz. Werter Gotama, erkläre mir Glück und Schmerz! Unterweise mich über Glück und Schmerz!“

„Angenommen, das Gefühl und der, der es fühlt, seien ein und dasselbe. Dann wären Glück und Schmerz für jemanden, der von Anbeginn an existierte, von ihm selbst gemacht. Das sage ich nicht. Angenommen, Gefühl sei ein Ding und der, der es fühlt, ein anderes. Dann wären für jemanden, der von einem Gefühl getroffen wird, Glück und Schmerz von jemand anderem gemacht. Das sage ich nicht. Der Klargewordene vermeidet diese beiden Extreme und lehrt den Dhamma auf die mittlere Art: ‚Unwissenheit ist die Bedingung für Willensbildungsprozesse.

Willensbildungsprozesse sind die Bedingung für Bewusstsein. … So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande. Wenn Unwissenheit schwindet und restlos aufhört, hören Willensbildungsprozesse auf. Wenn Willensbildungsprozesse aufhören, hört Bewusstsein auf. … So hört diese ganze Masse des Leidens auf.‘“

Daraufhin sagte der Wanderer Timbaruka zum Buddha: „Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! … Ich nehme Zuflucht zum werten Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen. Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).