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SN12.33

4. Das Kapitel mit Kaḷāra dem Adligen

4. Kaḷārakhattiyavagga

Grundlagen für das Erkennen

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, ich werde euch vierundvierzig Grundlagen für das Erkennen lehren. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Und was sind die vierundvierzig Grundlagen für das Erkennen? Erkennen von Alter und Tod, Erkennen des Ursprungs von Alter und Tod, Erkennen des Aufhörens von Alter und Tod und Erkennen der Übung, die zum Aufhören von Alter und Tod führt. Erkennen von Wiedergeburt … Erkennen von fortgesetztem Dasein … Erkennen von Ergreifen … Erkennen von Verlangen … Erkennen von Gefühl … Erkennen von Kontakt … Erkennen der sechs Sinnesfelder … Erkennen von Name und Form … Erkennen von Bewusstsein … Erkennen von Willensbildungsprozessen, Erkennen des Ursprungs von Willensbildungsprozessen, Erkennen des Aufhörens von Willensbildungsprozessen und Erkennen der Übung, die zum Aufhören von Willensbildungsprozessen führt. Das nennt man die vierundvierzig Grundlagen für das Erkennen.

Und was sind Alter und Tod? Das Alter, das Herunterkommen, bröckelige Zähne, graue Haare, runzelige Haut, abnehmende Lebensenergie und versagende Sinneskräfte bei den verschiedenen Wesen der verschiedenen Gattungen von Wesen; das nennt man Alter. Das Hinscheiden, Dahingehen, Auseinanderbrechen, Ableben, die Sterblichkeit, der Tod, der Hingang, das Auseinanderbrechen der Aggregate und das Ablegen der Leiche bei den verschiedenen Wesen der verschiedenen Gattungen von Wesen; das nennt man Tod. So ist das Alter, und so ist der Tod; das nennt man Alter und Tod.

Wiedergeburt ist der Ursprung von Alter und Tod. Wenn Wiedergeburt aufhört, hören Alter und Tod auf. Die Übung, die zum Aufhören von Alter und Tod führt, ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Ein edler Schüler versteht Alter und Tod, den Ursprung von Alter und Tod, das Aufhören von Alter und Tod und die Übung, die zum Aufhören von Alter und Tod führt. Das ist sein Erkennen des Gegenwärtigen. Von diesem Gegenwärtigen, das er gesehen und erkannt hat, das unmittelbar ist, das er erfasst und ergründet hat, schließt er auf die Vergangenheit und Zukunft.

Alle Asketen und Brahmanen, die in der Vergangenheit Alter und Tod, den Ursprung von Alter und Tod, das Aufhören von Alter und Tod und die Übung, die zum Aufhören von Alter und Tod führt, unmittelbar erkannt haben, sie alle haben diese Dinge auf genau die gleiche Art unmittelbar erkannt wie ich jetzt.

Alle Asketen und Brahmanen, die in der Zukunft Alter und Tod, den Ursprung von Alter und Tod, das Aufhören von Alter und Tod und die Übung, die zum Aufhören von Alter und Tod führt, unmittelbar erkennen werden, sie alle werden diese Dinge auf genau die gleiche Art unmittelbar erkennen wie ich jetzt. Das ist sein Erkennen durch Schlussfolgerung.

Ein edler Schüler hat diese beiden Arten des Erkennens geläutert und gereinigt: das Erkennen des Gegenwärtigen und das Erkennen durch Schlussfolgerung. Wenn ein edler Schüler das getan hat, nennt man ihn ‚einen, der die Ansicht vervollkommnet hat‘, und auch ‚einen, der das Sehen vervollkommnet hat‘, ‚einen, der zur wahren Lehre gekommen ist‘, ‚einen, der diese wahre Lehre sieht‘, ‚einen, der das Erkennen und Wissen eines in Schulung Befindlichen besitzt‘, ‚einen, der in den Strom der Lehre eingetreten ist‘, ‚einen Edlen mit durchdringender Weisheit‘, und auch ‚einen, der dasteht und gegen das Tor zu dem, das frei vom Tod ist, presst‘.

Und was ist Wiedergeburt? … Und was ist fortgesetztes Dasein? … Und was ist Ergreifen? … Und was ist Verlangen? … Und was ist Gefühl? … Und was ist Kontakt? … Und was sind die sechs Sinnesfelder? … Und was sind Name und Form? … Und was ist Bewusstsein? … Und was sind Willensbildungsprozesse? Es gibt diese drei Arten von Willensbildungsprozessen: Willensbildungsprozesse, die den Körper, die Sprache und den Geist betreffen; das nennt man Willensbildungsprozesse.

Unwissenheit ist der Ursprung von Willensbildungsprozessen. Wenn Unwissenheit aufhört, hören Willensbildungsprozesse auf. Die Übung, die zum Aufhören von Willensbildungsprozessen führt, ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Ein edler Schüler versteht Willensbildungsprozesse, den Ursprung von Willensbildungsprozessen, das Aufhören von Willensbildungsprozessen und die Übung, die zum Aufhören von Willensbildungsprozessen führt. Das ist sein Erkennen des Gegenwärtigen. Von diesem Gegenwärtigen, das er gesehen und erkannt hat, das unmittelbar ist, das er erfasst und ergründet hat, schließt er auf die Vergangenheit und Zukunft:

Alle Asketen und Brahmanen, die in der Vergangenheit Willensbildungsprozesse, ihren Ursprung, ihr Aufhören und die Übung, die zu ihrem Aufhören führt, unmittelbar erkannt haben, sie alle haben diese Dinge auf genau die gleiche Art unmittelbar erkannt wie ich jetzt.

Alle Asketen und Brahmanen, die in der Zukunft Willensbildungsprozesse, ihren Ursprung, ihr Aufhören und die Übung, die zu ihrem Aufhören führt, unmittelbar erkennen werden, sie alle werden diese Dinge auf genau die gleiche Art unmittelbar erkennen wie ich jetzt. Das ist sein Erkennen durch Schlussfolgerung.

Ein edler Schüler hat diese beiden Arten des Erkennens geläutert und gereinigt: das Erkennen des Gegenwärtigen und das Erkennen durch Schlussfolgerung. Wenn ein edler Schüler das getan hat, nennt man ihn ‚einen, der die Ansicht vervollkommnet hat‘, und auch ‚einen, der das Sehen vervollkommnet hat‘, ‚einen, der zur wahren Lehre gekommen ist‘, ‚einen, der diese wahre Lehre sieht‘, ‚einen, der das Erkennen und Wissen eines in Schulung Befindlichen besitzt‘, ‚einen, der in den Strom der Lehre eingetreten ist‘, ‚einen Edlen mit durchdringender Weisheit‘, und auch ‚einen, der dasteht und gegen das Tor zu dem, das frei vom Tod ist, presst‘.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).