← SN

SN2.10

1. Das erste Kapitel

1. Paṭhamavagga

Die Sonne

In Sāvatthī.

Nun war bei dieser Gelegenheit der Sonnengott von Rāhu dem Titanenfürsten gepackt worden. Und der Sonnengott, der sich auf den Buddha besann, sagte da diese Strophe auf:

„Ehre sei dir, Buddha, du Held! Du bist in jeder Hinsicht frei. Ich bin in einen Engpass geraten: Sei meine Zuflucht!“

Da redete der Buddha Rāhu in Bezug auf den Sonnengott mit einer Strophe an:

„Der Sonnengott hat Zuflucht genommen zum Klargewordenen, dem Vollendeten. Die Buddhas haben Anteilnahme für die Welt – daher, Rāhu, lass die Sonne frei!

Sie ist eine Leuchte in der Dunkelheit, die gleißende Sonne, der wunderbare Flammenkreis. Rāhu, schlucke sie nicht, da sie den Himmel durchquert. Rāhu, lass die Sonne, meinen Nachwuchs, frei!“

Darauf ließ Rāhu die Sonne frei, eilte zu Vepacitti dem Titanenfürsten und stellte sich zur Seite hin, erschüttert und mit gesträubten Haaren. Vepacitti redete ihn mit einer Strophe an:

„Warum die Eile? Rāhu, du hast die Sonne freigelassen und bist hierhergekommen, als seist du erschüttert: Warum stehst du hier so voller Furcht?“

„Mein Kopf wäre in sieben Stücke zersprungen, ich hätte im Leben kein Glück gefunden, wenn ich, mit dem Vers des Buddha besungen, die Sonne nicht freigelassen hätte.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).