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SN20.9

1. Das Kapitel mit Gleichnissen

1. Opammavagga

Ein Elefantenbulle

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Zu dieser Zeit nun ging einer der jüngeren Mönche zu oft Familien besuchen.

Die Mönche und Nonnen sagten zu ihm: „Ehrwürdiger, geh nicht zu oft Familien besuchen.“

Aber als dieser Mönch von den Mönchen und Nonnen angesprochen wurde, sagte er: „Aber diese älteren Mönche und Nonnen denken, sie können Familien besuchen gehen, warum kann ich es dann nicht?“

Darauf gingen mehrere Mönche und Nonnen zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und berichteten ihm den Vorfall. Der Buddha sagte:

„Es war einmal, Mönche und Nonnen, ein großer See im Dschungel, und in seiner Nähe lebten Elefantenbullen. Sie tauchten in den See ein und rissen mit ihren Rüsseln Lotuswurzeln aus. Sie wuschen sie gründlich, bis sie frei von Schlamm waren, bevor sie sie kauten und schluckten. Das war gut für ihr Äußeres und ihre Kraft und führte nicht zu Tod oder tödlichem Schmerz.

Die jungen Kälber folgten dem Beispiel der großen Elefantenbullen, tauchten in den See ein und rissen mit ihren Rüsseln Lotuswurzeln aus. Aber sie wuschen sie nicht gründlich und kauten und schluckten sie, als sie noch schlammig waren. Das war nicht gut für ihr Äußeres und ihre Kraft und führte zu Tod oder tödlichem Schmerz.

Ebenso gibt es ältere Mönche und Nonnen, die sich am Morgen ankleiden, Schale und Robe nehmen und das Dorf oder die Stadt zum Almosengang betreten. Dort sprechen sie über die Lehre, und die Laien bezeigen ihnen ihre Zuversicht. Und wenn sie Dinge erhalten, gebrauchen sie sie ungebunden, nicht betört, nicht anhänglich, sie sehen die Nachteile und verstehen das Entrinnen. Das ist gut für ihr Äußeres und ihre Kraft und führt nicht zu Tod oder tödlichem Schmerz.

Junge Mönche und Nonnen folgen dem Beispiel der älteren, kleiden sich am Morgen an, nehmen Schale und Robe und betreten das Dorf oder die Stadt zum Almosengang. Dort sprechen sie über die Lehre, und die Laien bezeigen ihnen ihre Zuversicht. Aber wenn sie Dinge erhalten, gebrauchen sie sie gebunden, betört, anhänglich, blind für die Nachteile und ohne das Entrinnen zu verstehen. Das ist nicht gut für ihr Äußeres und ihre Kraft und führt zu Tod oder tödlichem Schmerz.

Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wenn wir Dinge erhalten, wollen wir sie ungebunden gebrauchen, nicht betört, nicht anhänglich, wir wollen die Nachteile sehen und das Entrinnen verstehen.‘ So sollt ihr euch schulen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).