← SN

SN22.104

11. Das Kapitel über Seiten

11. Antavagga

Leiden

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, ich werde euch das Leiden lehren, den Ursprung des Leidens, das Aufhören des Leidens und die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt. Hört zu …

Und was ist das Leiden? Man sollte sagen: die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate. Welche fünf? Es sind das mit Ergreifen verbundene Aggregat der Form, das des Gefühls, das der Wahrnehmung, das der Willensbildungsprozesse und das des Bewusstseins. Das nennt man das Leiden.

Und was ist der Ursprung des Leidens? Es ist das Verlangen, das zu künftigen Leben führt. Es ist mit Genießen und Gier vermischt und vergnügt sich überall, wo es ankommt: nämlich Verlangen nach Sinnenfreuden, Verlangen nach Dasein und Verlangen nach Nicht-Dasein. Das nennt man den Ursprung des Leidens.

Und was ist das Aufhören des Leidens? Es ist das restlose Schwinden und Aufhören eben dieses Verlangens, es herzugeben, loszulassen, freizusetzen und nicht daran festzuhalten. Das nennt man das Aufhören des Leidens.

Und was ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt? Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung. Das nennt man die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).