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SN3.24

3. Das Kapitel über Kosala

3. Tatiyavagga

Bogenschießen

In Sāvatthī.

Als er sich zur Seite hingesetzt hatte, sagte König Pasenadi zum Buddha: „Herr, wo soll eine Gabe gespendet werden?“

„Überall da, wo dein Herz sich ergriffen fühlt, großer König.“

„Aber Herr, wo ist eine Gabe äußerst fruchtbar?“

„Wo eine Gabe gespendet werden soll, großer König, ist eine Sache; aber wo eine Gabe äußerst fruchtbar ist, ist eine andere. Eine Gabe ist äußerst fruchtbar, wenn sie einem Tugendhaften gespendet wird, und weniger fruchtbar, wenn sie einem Tugendlosen gespendet wird. Nun, großer König, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.

Was denkst du, großer König? Angenommen, du befändest dich im Krieg und wärst zu einer Schlacht gerüstet. Da käme ein junger Adliger vorbei, der ungeschult wäre, ungeübt, untauglich und unerfahren. Er wäre furchtsam, ängstlich, bange, zur Flucht geneigt. Würdest du einen solchen Mann in Dienst nehmen? Wäre er für dich von Nutzen?“

„Nein, Herr, für einen solchen Mann hätte ich keine Verwendung.“

„Und wenn ein junger Brahmane mit den gleichen Eigenschaften käme, ein junger Landarbeiter oder ein junger Hilfsarbeiter?“

„Nein, Herr, für einen solchen Mann hätte ich keine Verwendung.“

„Was denkst du, großer König? Angenommen, du befändest dich im Krieg und wärst zu einer Schlacht gerüstet. Da käme ein junger Adliger vorbei, der geschult wäre, geübt, tauglich und erfahren. Er wäre furchtlos, tapfer und kühn, würde seine Stellung halten. Würdest du einen solchen Mann in Dienst nehmen? Wäre er für dich von Nutzen?“

„Ja, Herr, für einen solchen Mann hätte ich eine Verwendung.“

„Und wenn ein junger Brahmane mit den gleichen Eigenschaften käme, ein junger Landarbeiter oder ein junger Hilfsarbeiter? Würdest du einen solchen Mann in Dienst nehmen? Wäre er für dich von Nutzen?“

„Ja, Herr, für einen solchen Mann hätte ich eine Verwendung.“

„Ebenso ist eine Gabe an jeden, der fünf Faktoren aufgegeben hat und fünf Faktoren besitzt, äußerst fruchtbar, ganz gleich, aus welcher Familie er fortgezogen ist.

Welche fünf Faktoren hat er aufgegeben? Sinnliches Begehren, bösen Willen, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel; das sind die fünf Faktoren, die er aufgegeben hat.

Welche fünf Faktoren besitzt er? Den ganzen Umfang der Tugend, der Versenkung, der Weisheit, der Freiheit und des Erkennens und Sehens der Freiheit eines der Schulung Entwachsenen; das sind die fünf Faktoren, die er besitzt.

Ich sage, eine Spende an jeden, der diese fünf Faktoren aufgegeben hat und diese fünf Faktoren besitzt, ist äußerst fruchtbar.“

Das sagte der Buddha. Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

„Ein junger Mann, geübt im Bogenschießen, stark und voller Tatkraft, würde von einem König, der in den Krieg zieht, in Dienst genommen – man ist kein Feigling aufgrund seiner Geburt.

Ebenso sollte jeder, der in den Eigenschaften Geduld und Sanftmut verankert ist, ein verständiger Mensch von edlem Verhalten, geehrt werden, auch wenn er von niedriger Geburt ist.

Baue entzückende Klausen und bringe darin gelehrte Menschen unter. Lege in öder Wildnis Wasservorräte an und baue Wege in unwegsamem Gelände.

Essen, Trinken, Lebensmittel, Kleidung und Unterkünfte sollen mit klarem und zuversichtlichen Herzen den Aufrechten gegeben werden.

Die donnernde Regenwolke, von hundertfältigem Blitz umzuckt, ergießt sich über die reiche Erde und tränkt Hochland und Niederungen.

Ebenso soll ein kluger Mensch, vertrauensvoll und gelehrt, ein Mahl bereiten, um Bittsteller mit Speise und Trank zufriedenzustellen.

Freudig streut er Gaben aus und ruft: ‚Gebt! Gebt!‘ Denn das ist sein Donner, wie Regen, den die Himmel schicken. Dieser so reichliche Strom an Verdienst regnet auf den Spender herab.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).