SN35.117
12. Das Kapitel über die Welt und die Sinnesreize
12. Lokakāmaguṇavagga
Sinnesreize
„Mönche und Nonnen, vor meinem Erwachen, als ich noch nicht erwacht war, aber zum Erwachen entschlossen, dachte ich: ‚Mein Geist könnte oft zu den fünf Sinnesreizen abschweifen, die ich in der Vergangenheit erfahren habe, die vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind, oder zu den gegenwärtigen oder ein wenig zu den zukünftigen.‘
Da kam mir der Gedanke: ‚Ich sollte auf meine eigene Art Beflissenheit und Achtsamkeit üben und den Geist in Bezug auf die fünf Sinnesreize hüten, die ich in der Vergangenheit erfahren habe, die vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind.‘
Daher, Mönche und Nonnen, könnte euer Geist auch oft zu den fünf Sinnesreizen abschweifen, die ihr in der Vergangenheit erfahren habt, die vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind, oder zu den gegenwärtigen oder ein wenig zu den zukünftigen. Daher sollt ihr auf eure eigene Art Beflissenheit und Achtsamkeit üben und den Geist in Bezug auf die fünf Sinnesreize hüten, die ihr in der Vergangenheit erfahren habt, die vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind.
Daher sollt ihr diese Dimension verstehen, in der das Auge aufhört und die Wahrnehmung von Bildern schwindet. Ihr sollt diese Dimension verstehen, in der das Ohr aufhört … in der die Nase aufhört … in der die Zunge aufhört … in der der Körper aufhört … in der der Geist aufhört und die Wahrnehmung von Vorstellungen schwindet.“
Nachdem er gesprochen hatte, erhob sich der Gesegnete von seinem Sitz und ging zu seiner Hütte.
Kurz nachdem der Buddha gegangen war, überlegten diese Mönche und Nonnen: „Geehrte, der Buddha hat diesen kurzen Merksatz vorgestellt und ist dann zu seiner Hütte gegangen, ohne die Bedeutung ausführlich zu erklären: ‚Daher sollt ihr diese Dimension verstehen, in der das Auge aufhört und die Wahrnehmung von Bildern schwindet. Ihr sollt diese Dimension verstehen, in der das Ohr aufhört … in der die Nase aufhört … in der die Zunge aufhört … in der der Körper aufhört … in der der Geist aufhört und die Wahrnehmung von Vorstellungen schwindet.‘ Wer kann die Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde, ausführlich erklären?“
Da dachten diese Mönche und Nonnen: „Dieser Ehrwürdige Ānanda wird vom Buddha gepriesen und von seinen vernünftigen geistlichen Gefährten geschätzt. Er kann die Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde, ausführlich erklären. Wir wollen zu ihm gehen und ihn zu der Sache befragen.“
Da gingen diese Mönche und Nonnen zu Ānanda und tauschten Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzten sie sich zur Seite hin. Sie berichteten ihm das Geschehene und sagten: „Dass der Ehrwürdige Ānanda das bitte erkläre.“
„Geehrte, wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und auf seiner Suche nach Kernholz zu einem großen Baum käme …“
„Bitte erkläre es, wenn es dir nichts ausmacht.“
„Dann hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“
„Ja, Geehrter“, antworteten sie. Ānanda sagte:
„Geehrte, der Buddha hat diesen kurzen Merksatz vorgestellt und ist dann zu seiner Hütte gegangen, ohne die Bedeutung ausführlich zu erklären:
‚Daher sollt ihr diese Dimension verstehen, in der das Auge aufhört und die Wahrnehmung von Bildern schwindet. Ihr sollt diese Dimension verstehen, in der das Ohr aufhört … in der die Nase aufhört … in der die Zunge aufhört … in der der Körper aufhört … in der der Geist aufhört und die Wahrnehmung von Vorstellungen schwindet.‘
Ich verstehe die ausführliche Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde, so:
Der Buddha hat sich auf das Aufhören der sechs Sinnesfelder bezogen, als er sagte: ‚Daher sollt ihr diese Dimension verstehen, in der das Auge aufhört und die Wahrnehmung von Bildern schwindet. Ihr sollt diese Dimension verstehen, in der das Ohr aufhört … in der die Nase aufhört … in der die Zunge aufhört … in der der Körper aufhört … in der der Geist aufhört und die Wahrnehmung von Vorstellungen schwindet.‘
Der Buddha hat diesen kurzen Merksatz vorgestellt und ist dann zu seiner Hütte gegangen, ohne die Bedeutung ausführlich zu erklären. Und so verstehe ich die ausführliche Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde.
Wenn ihr wollt, geht zum Buddha und fragt ihn danach. So wie er es erklärt, sollt ihr es behalten.“
„Ja, Geehrter“, antworteten jene Mönche und Nonnen. Sie erhoben sich von ihren Sitzen und gingen zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und berichteten ihm die Unterredung mit Ānanda. Dann sagten sie: „Und Ānanda erklärte uns klar die Bedeutung in dieser Weise, mit diesen Worten und Ausdrücken.“
„Mönche und Nonnen, Ānanda ist klug, er besitzt große Weisheit. Wenn ihr zu mir gekommen wärt und mir diese Frage gestellt hättet, hätte ich auf genau die gleiche Art geantwortet wie Ānanda. Das bedeutet es, und so sollt ihr es behalten.“
The Kinds of Sensual Stimulation
“Mendicants, before my awakening—when I was still unawakened but intent on awakening—I thought: ‘My mind might often stray towards the five kinds of sensual stimulation that I formerly experienced—which have passed, ceased, and perished—or to those in the present, or in the future a little.’
Then it occurred to me: ‘In my own way I should practice diligence, mindfulness, and protecting the mind regarding the five kinds of sensual stimulation that I formerly experienced—which have passed, ceased, and perished.’
So, mendicants, your minds might also often stray towards the five kinds of sensual stimulation that you formerly experienced—which have passed, ceased, and perished—or to those in the present, or in the future a little. So in your own way you should practice diligence, mindfulness, and protecting the mind regarding the five kinds of sensual stimulation that you formerly experienced—which have passed, ceased, and perished.
So you should understand that dimension where the eye ceases and perception of sights fades away. You should understand that dimension where the ear … nose … tongue … body … mind ceases and perception of ideas fades away.”
When he had spoken, the Blessed One got up from his seat and entered his dwelling.
Soon after the Buddha left, those mendicants considered, “The Buddha gave this brief summary, then entered his dwelling without explaining the meaning in detail. … Who can explain in detail the meaning of this brief summary given by the Buddha?”
Then those mendicants thought, “This Venerable Ānanda is praised by the Buddha and esteemed by his sensible spiritual companions. He is capable of explaining in detail the meaning of this brief summary given by the Buddha. Let’s go to him, and ask him about this matter.”
Then those mendicants went to Ānanda, and exchanged greetings with him. When the greetings and polite conversation were over, they sat down to one side. They told him what had happened, and said, “May Venerable Ānanda please explain this.”
“Reverends, suppose there was a person in need of heartwood. …”
“Please explain this, if it’s no trouble.”
“Then listen and apply your mind well, I will speak.”
“Yes, reverend,” they replied. Ānanda said this:
“Reverends, the Buddha gave this brief summary, then entered his dwelling without explaining the meaning in detail:
‘So you should understand that dimension where the eye ceases and perception of sights fades away. You should understand that dimension where the ear … nose … tongue … body … mind ceases and perception of ideas fades away.’
And this is how I understand the detailed meaning of this summary.
The Buddha was referring to the cessation of the six sense fields when he said: ‘So you should understand that dimension where the eye ceases and perception of sights fades away. You should understand that dimension where the ear … nose … tongue … body … mind ceases and perception of ideas fades away.’
The Buddha gave this brief summary, then entered his dwelling without explaining the meaning in detail. And this is how I understand the detailed meaning of this summary.
If you wish, you may go to the Buddha and ask him about this. You should remember it in line with the Buddha’s answer.”
“Yes, reverend,” replied those mendicants. Then they rose from their seats and went to the Buddha, bowed, sat down to one side, and told him what had happened. Then they said, “And Ānanda explained the meaning to us in this manner, with these words and phrases.”
“Mendicants, Ānanda is astute, he has great wisdom. If you came to me and asked this question, I would answer it in exactly the same way as Ānanda. That is what it means, and that’s how you should remember it.”
Kāmaguṇasutta
“Pubbeva me, bhikkhave, sambodhā anabhisambuddhassa bodhisattasseva sato etadahosi: ‘yeme pañca kāmaguṇā cetaso samphuṭṭhapubbā atītā niruddhā vipariṇatā, tatra me cittaṁ bahulaṁ gacchamānaṁ gaccheyya paccuppannesu vā appaṁ vā anāgatesu’.
Tassa mayhaṁ, bhikkhave, etadahosi: ‘yeme pañca kāmaguṇā cetaso samphuṭṭhapubbā atītā niruddhā vipariṇatā, tatra me attarūpena appamādo sati cetaso ārakkho karaṇīyo’.
Tasmātiha, bhikkhave, tumhākampi ye te pañca kāmaguṇā cetaso samphuṭṭhapubbā atītā niruddhā vipariṇatā, tatra vo cittaṁ bahulaṁ gacchamānaṁ gaccheyya paccuppannesu vā appaṁ vā anāgatesu. Tasmātiha, bhikkhave, tumhākampi ye te pañca kāmaguṇā cetaso samphuṭṭhapubbā atītā niruddhā vipariṇatā, tatra vo attarūpehi appamādo sati cetaso ārakkho karaṇīyo.
Tasmātiha, bhikkhave, se āyatane veditabbe yattha cakkhu ca nirujjhati, rūpasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe …pe… yattha jivhā ca nirujjhati, rasasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe …pe… yattha mano ca nirujjhati, dhammasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe”ti.
Idaṁ vatvā bhagavā uṭṭhāyāsanā vihāraṁ pāvisi.
Atha kho tesaṁ bhikkhūnaṁ acirapakkantassa bhagavato etadahosi: “idaṁ kho no, āvuso, bhagavā saṅkhittena uddesaṁ uddisitvā vitthārena atthaṁ avibhajitvā uṭṭhāyāsanā vihāraṁ paviṭṭho: ‘tasmātiha, bhikkhave, se āyatane veditabbe yattha cakkhu ca nirujjhati, rūpasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe …pe… yattha jivhā ca nirujjhati, rasasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe …pe… yattha mano ca nirujjhati, dhammasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe’ti. Ko nu kho imassa bhagavatā saṅkhittena uddesassa uddiṭṭhassa vitthārena atthaṁ avibhattassa vitthārena atthaṁ vibhajeyyā”ti?
Atha kho tesaṁ bhikkhūnaṁ etadahosi: “ayaṁ kho āyasmā ānando satthu ceva saṁvaṇṇito, sambhāvito ca viññūnaṁ sabrahmacārīnaṁ. Pahoti cāyasmā ānando imassa bhagavatā saṅkhittena uddesassa uddiṭṭhassa vitthārena atthaṁ avibhattassa vitthārena atthaṁ vibhajituṁ. Yannūna mayaṁ yenāyasmā ānando tenupasaṅkameyyāma; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ ānandaṁ etamatthaṁ paṭipuccheyyāmā”ti.
Atha kho te bhikkhū yenāyasmā ānando tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā āyasmatā ānandena saddhiṁ sammodiṁsu. Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho te bhikkhū āyasmantaṁ ānandaṁ etadavocuṁ: Vibhajatāyasmā ānando”ti.
“Seyyathāpi, āvuso, puriso sāratthiko sāragavesī sārapariyesanaṁ caramāno mahato rukkhassa …pe…
vibhajatāyasmā ānando agaruṁ karitvā”ti.
“Tenahāvuso, suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti.
“Evamāvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato ānandassa paccassosuṁ. Āyasmā ānando etadavoca:
“Yaṁ kho vo, āvuso, bhagavā saṅkhittena uddesaṁ uddisitvā vitthārena atthaṁ avibhajitvā uṭṭhāyāsanā vihāraṁ paviṭṭho:
‘tasmātiha, bhikkhave, se āyatane veditabbe yattha cakkhu ca nirujjhati, rūpasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe …pe… yattha mano ca nirujjhati, dhammasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe’ti.
Imassa khvāhaṁ, āvuso, bhagavatā saṅkhittena uddesassa uddiṭṭhassa vitthārena atthaṁ avibhattassa vitthārena atthaṁ ājānāmi.
Saḷāyatananirodhaṁ no etaṁ, āvuso, bhagavatā sandhāya bhāsitaṁ: ‘tasmātiha, bhikkhave, se āyatane veditabbe, yattha cakkhu ca nirujjhati, rūpasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe …pe… yattha mano ca nirujjhati, dhammasaññā ca nirujjhati, se āyatane veditabbe’ti.
Ayaṁ kho, āvuso, bhagavā saṅkhittena uddesaṁ uddisitvā vitthārena atthaṁ avibhajitvā uṭṭhāyāsanā vihāraṁ paviṭṭho: Imassa khvāhaṁ, āvuso, bhagavatā saṅkhittena uddesassa uddiṭṭhassa vitthārena atthaṁ avibhattassa evaṁ vitthārena atthaṁ ājānāmi.
Ākaṅkhamānā ca pana tumhe āyasmanto bhagavantaṁyeva upasaṅkamatha; Yathā vo bhagavā byākaroti tathā naṁ dhāreyyāthā”ti.
“Evamāvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato ānandassa paṭissutvā uṭṭhāyāsanā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho te bhikkhū bhagavantaṁ etadavocuṁ: Tesaṁ no, bhante, āyasmatā ānandena imehi ākārehi, imehi padehi, imehi byañjanehi attho vibhatto”ti.
“Paṇḍito, bhikkhave, ānando; mahāpañño, bhikkhave, ānando. Mañcepi tumhe, bhikkhave, etamatthaṁ paṭipuccheyyātha, ahampi taṁ evamevaṁ byākareyyaṁ yathā taṁ ānandena byākataṁ. Eso cevetassa attho. Evañca naṁ dhāreyyāthā”ti.