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SN35.152

15. Das Kapitel über das Alte und das Neue

15. Navapurāṇavagga

Was ist der Zweck des geistlichen Lebens?

„Mönche und Nonnen, wenn Wanderer anderer Konfessionen euch fragen würden: ‚Geehrte, zu welchem Zweck führt man das geistliche Leben unter dem Asketen Gotama?‘,

dann solltet ihr ihnen antworten: ‚Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das Leiden vollständig zu verstehen.‘

Wenn Wanderer anderer Konfessionen euch fragen würden: ‚Geehrte, was ist dieses Leiden?‘,

dann solltet ihr ihnen antworten: ‚Geehrte, das Auge ist Leiden. Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das vollständig zu verstehen. Bilder sind Leiden. … Augenbewusstsein ist Leiden. … Augenkontakt ist Leiden. … Das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, ist ebenso Leiden. Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das vollständig zu verstehen.

Das Ohr ist Leiden … Die Nase ist Leiden … Die Zunge ist Leiden … Der Körper ist Leiden … Der Geist ist Leiden … Das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, ist ebenso Leiden. Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das vollständig zu verstehen. Das ist dieses Leiden. Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das vollständig zu verstehen.‘

Wenn Wanderer anderer Konfessionen euch so fragen würden, solltet ihr ihnen so antworten.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).