← SN

SN35.97

10. Das Kapitel über die Sechser

10. Saḷavagga

Wer nachlässig lebt

„Mönche und Nonnen, ich will euch lehren, wer nachlässig lebt und wer beflissen lebt. Hört zu …

Und wie lebt jemand nachlässig?

Wenn man mit ungezügeltem Sehvermögen lebt, wird der Geist verschmutzt in Bezug auf Bilder, die das Auge erkennt. Wenn der Geist verschmutzt ist, gibt es keine Freude. Wenn es keine Freude gibt, gibt es keine Ekstase. Wenn es keine Ekstase gibt, gibt es keine Stille. Wenn es keine Stille gibt, gibt es Leiden. Wenn man leidet, versenkt sich der Geist nicht im Samādhi. Wenn der Geist nicht im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar geworden sind, wird man als jemand gerechnet, der nachlässig lebt.

Wenn man mit ungezügeltem Hörvermögen lebt … Wenn man mit ungezügeltem Riechvermögen lebt … Wenn man mit ungezügeltem Schmeckvermögen lebt … Wenn man mit ungezügeltem Körperempfindungsvermögen lebt … Wenn man mit ungezügeltem Vorstellungsvermögen lebt, wird der Geist verschmutzt in Bezug auf Vorstellungen, die der Geist erkennt. Wenn der Geist verschmutzt ist, gibt es keine Freude. Wenn es keine Freude gibt, gibt es keine Ekstase. Wenn es keine Ekstase gibt, gibt es keine Stille. Wenn es keine Stille gibt, gibt es Leiden. Wenn man leidet, versenkt sich der Geist nicht im Samādhi. Wenn der Geist nicht im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar geworden sind, wird man als jemand gerechnet, der nachlässig lebt.

So lebt jemand nachlässig.

Und wie lebt jemand beflissen?

Wenn man mit gezügeltem Sehvermögen lebt, wird der Geist nicht verschmutzt in Bezug auf Bilder, die das Auge erkennt. Wenn der Geist nicht verschmutzt ist, lodert Freude auf. Wenn man voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet man Seligkeit. Und wenn man voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Wenn der Geist im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar geworden sind, wird man als jemand gerechnet, der beflissen lebt.

Wenn man mit gezügeltem Hörvermögen lebt … Wenn man mit gezügeltem Riechvermögen lebt … Wenn man mit gezügeltem Schmeckvermögen lebt … Wenn man mit gezügeltem Körperempfindungsvermögen lebt … Wenn man mit gezügeltem Vorstellungsvermögen lebt, wird der Geist nicht verschmutzt in Bezug auf Vorstellungen, die der Geist erkennt. Wenn der Geist nicht verschmutzt ist, lodert Freude auf. Wenn man voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet man Seligkeit. Und wenn man voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Wenn der Geist im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar geworden sind, wird man als jemand gerechnet, der beflissen lebt.

So lebt jemand beflissen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).