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SN36.15

2. Das Kapitel über die Klausur

2. Rahogatavagga

Mit Ānanda (1)

Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha … setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, was ist Gefühl? Was ist der Ursprung von Gefühl? Was ist das Aufhören von Gefühl? Was ist die Übung, die zum Aufhören von Gefühl führt? Und was sind beim Gefühl die Befriedigung, der Nachteil und das Entrinnen?“

„Ānanda, es gibt drei Gefühle: angenehm, schmerzhaft und neutral. Diese nennt man Gefühl.

Gefühl entsteht aus Kontakt. Wenn Kontakt aufhört, hört Gefühl auf.

Die Übung, die zum Aufhören der Gefühle führt, ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

In dem Glück und dem Hochgefühl, die aus Gefühl entstehen: Darin besteht bei ihm die Befriedigung.

Dass Gefühl unbeständig ist, voller Leiden, dass es zugrunde gehen muss: Darin besteht sein Nachteil.

Das Sehnen und Begehren nach Gefühl ausräumen und aufgeben: Darin besteht das Entrinnen von ihm.

Aber ich habe auch das fortschreitende Aufhören der Bedingungen erklärt. Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, hat Sprache aufgehört. … Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben Wahrnehmung und Gefühl aufgehört. Wenn ein Mönch die Befleckungen aufgelöst hat, haben Gier, Hass und Täuschung aufgehört.

Und ich habe auch das fortschreitende Zur-Ruhe-Kommen der Bedingungen erklärt. Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, ist Sprache zur Ruhe gekommen. … Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, sind Wahrnehmung und Gefühl zur Ruhe gekommen. Wenn ein Mönch die Befleckungen aufgelöst hat, sind Gier, Hass und Täuschung zur Ruhe gekommen.

Und ich habe auch das fortschreitende Stillen der Bedingungen erklärt. Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, ist Sprache gestillt. … Wenn man die Dimension des unendlichen Raumes erreicht hat, ist die Formwahrnehmung gestillt. Wenn man die Dimension des unendlichen Bewusstseins erreicht hat, ist die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes gestillt. Wenn man die Dimension des Nichts erreicht hat, ist die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins gestillt. Wenn man die Dimension erreicht hat, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, ist die Wahrnehmung der Dimension des Nichts gestillt. Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, sind Wahrnehmung und Gefühl gestillt. Wenn ein Mönch die Befleckungen aufgelöst hat, sind Gier, Hass und Täuschung gestillt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).